Großes Traktor-Treffen fand in Biesingen statt

Das Wetter war leider hundsmiserabel : Und als Spezialität gab’s Hydraulikör

Ein bunter Querschnitt an Traktoren und Landmaschinen fand sich zum neunten Mal im Saarpfalz-Kreis ein.

Die Traktorenfreunde Biesingen hatten zur neunten Auflage des beliebten Treffs der Schlepperfreunde in den Saarpfalz-Kreis eingeladen. Die in den Vorjahren mit 88 Teilnehmern nach Biesingen tuckernden Old- und Young-Traktoren blieb heuer geringer - der Himmel hatte nämlich seine Schleusen weit geöffnet. Trotzdem hörten die Besucher wiederholt das voluminöse Tuckern der Schleppermotoren bis zum Festplatz am Ende der Münchwiesenstraße. Ein bunter Querschnitt an Landmaschinen, vom hubraumstarken Einzylinder bis zur modernen Technik des 21. Jahrhunderts waren namhafte Hersteller vertreten.

„Es freut uns, dass viele der hartgesottenen Fahrer des Schlepper- Clans aus der Pfalz und dem Saarland, da ohne klimatisierte Kabine zwar durchnässt, aber gut gelaunt ankamen“, betonten Karl-Heinz Hubert und Michael Wagner vom Vorstand des Biesinger Vereins. Die Geselligkeit und der Erfahrungsaustausch standen im Mittelpunkt. Bei den Gästen aus Hassel war mit Gerhard Henrich ein Schweizer Traktor-Liebhaber dabei, und aus dem französischen Richeling war Guy Friedrich mit seinen Fachkenntnissen gefragt. Der bekannte Hobby-Fußballer ist nämlich Experte, wenn es um Reparaturen an Traktoren geht.

Der Aufstellplatz bot ein buntes Bild, Probesitzen war erlaubt und wurde gerne angenommen. So bei Otmar Germann und seinem Klöckner-Deutz: 24 PS unter der Haube und Baujahr 1957. Der pensionierte Polizeibeamte pflegt seine Leidenschaft und entsorgt wie die meisten Biesinger mit seinem Traktor den Heckenschnitt, fährt Kaminholz an und liefert beim OGV um dessen Vorsitzenden Werner Lauer, selbst passionierter Trecker-Freund, Äpfel ab.

Mehr als 40 Besitzer von Traktoren gibt es im 961 Seelen-Ort Biesingen. Einer davon ist Josef Kempf, der seinen Deutz 5005, 45 PS stark und 51 Jahre alt, mit einer Milchkanne von Oma Monika als Vase für frische Blumen geschmückt hatte. Da staunten auch Pfarrer Hieronim und Pater Matheusz, die alle angereisten Landmaschinen nebst Fahrern den kirchlichen Segen spendeten, diesmal mit Spaß unter dem witterungsbedingten Motto „Guter Gott, segne flott“. Die Prämierung es sollte in diesem Jahr der langsamste Traktor sein – entfiel. „Erdreichfeuchtigkeitsgrad und Windgeschwindigkeit sollen für jeden Mitstreiter konstant sein. Die Bodenverhältnisse unserer Festwiese aber lassen das diesmal nicht zu“, betonte im Gespräch mit unserer Zeitung Michael Wagner.

Jeder auf eigener Achse angereiste Schlepper-Liebhaber bekam vom Verein ein exklusives Geschenk, neben Kuchen und Grillgut. Zur Stärkung gefragt war unter ihnen besonders der bekannte „Hydraulikör“, erstmals auch in einer passenden Nachfülldose zu haben.

Ein Dankeschön galt zum Abschluss der Veranstaltung den vielen freiwilligen Helfern um Heiko Arnold, die trotz Regens das Treffen für die Besucher zu einem Erlebnis werden ließen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung