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Gefahr im Verkehr von Blieskastel noch immer nicht gebannt

Geht hier überhaupt noch was ab? : Das ewig lange Warten am Straßenrand

CDU Blieskastel mahnt Entschärfung einer brenzligen Verkehrssituation an. Doch passiert ist bislang nichts.

Eine Verbesserung der Verkehrssicherheit an der B 423 am Ortsausgang Blieskastel Richtung Biesingen wird auch in diesem Jahr nicht kommen. Zu diesem Ergebnis kam die Bürgerinitiative B 423 zusammen mit Vertretern der CDU- Fraktion des Ortsrats Mitte bei einem erneuten Ortstermin. „Bereits aus dem Jahr 2004 existiert ein Schriftverkehr von Anwohnern mit dem damaligen Bürgermeister zur Situation am Wohngebiet „Auf der Agd“ mit einer Unterschriftenliste mit Sicherung des Fußgängerüberwegs und der Verkehrssituation allgemein“, hielt die CDU-Landtagsabgeordnete und Mitglied des Ortsrats, Jutta Schmitt-Lang, fest. „Seit fünf Jahren beschäftigt dieses Thema intensiv den Ortsrat Mitte, immer wieder angetrieben von der CDU-Fraktion und mir“, betonte Ortsvorsteher Jürgen Trautmann und nannte gegenüber unserer Zeitung beim Ortstermin kleinere Maßnahmen, die zur Bildung eines sicheren Schulweges stattfanden. Dazu gehören „Freiwillig Tempo 30“ und eine Treppensicherung, die zum Zebrastreifen führt. Gerade dieser Zebrastreifen sei für die Kinder auf dem Weg zu Gymnasium und Schule ebenso wichtig wie für Senioren, der Überweg werde jedoch zu schnell angefahren.

Nach Kontakten mit Kreisbehörde und Polizei sowie Berichten in unserer Zeitung habe im Januar 2018 mit dem Landrat und Vertretern von Kreisbehörde und Polizei auf Einladung von Jürgen Trautmann und Jutta Schmitt-Lang ein Vor-Ort-Termin stattgefunden. „Im November des gleichen Jahres übergab die Bürgerinitiative 1056 Unterschriften an Landrat Theophil Gallo, die dann im Mai 2019 einen kleinen Lichtblick bescherte. „Tempo 30 im fraglichen Bereich sollte für alle Verkehrsteilnehmer Anfang 2020 umgesetzt und regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden. Weiter sollten eine Spurverengung und Änderungen im Bereich des Radweges erfolgen, um Überholmanöver auf der Höhe des Wohngebietes zu unterbinden und die Reduzierung der Geschwindigkeit zu forcieren. Bis jetzt, im Oktober, hat insbesondere der Ortsvorsteher immer wieder beim Kreis und beim Landesbetrieb für Straßenbau nachgehakt und um Stand der Planung gebeten. Zuerst hieß es, Corona habe dies verzögert, dann musste eine Unfallkommission beim Kreis sich mit dem Thema befassen, zuletzt war von der Planung einer Kriechspur die Rede.

„Obwohl in Presse und Öffentlichkeit das brisante Thema regelmäßig präsent war, ist gar nichts passiert“, zeigten sich die Beteiligten vor Ort enttäuscht. Kreis und Landesbetrieb würden gegenseitig aufeinander verweisen.

Vor allem auch die Bürgerinitiative mit ihren guten Vorschlägen wie auch die CDU-Fraktion und der Ortsrat , so Ortsvorsteher Jürgen Trautmann abschließend, fordern, dass zentrale Forderungen von den zuständige Behörden nun endlich wie versprochen angegangen werden.