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Für den Treibstoff aus der Steckdose

Für den Treibstoff aus der Steckdose

„Mindestens zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Altstadtnähe“ fordert die CDU/Grüne-Koalition im Stadtrat in einem Antrag. Der Bedarf an solchen Elektro-Tankmöglichkeiten werde sich rasch erhöhen.

CDU und Grüne im Blieskasteler Stadtrat möchten Stromtankstellen für Blieskastels Innenstadt. In der nächsten Sitzung beschäftigt sich der Bauausschuss auf Antrag der Koalition mit dem Thema: "Die Stadtverwaltung wird mit der möglichst zeitnahen Errichtung von mindestens zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Altstadtnähe beauftragt," heißt es in dem Antrag.

Als Zentrum der Biosphäre sollte Blieskastel mit gutem Beispiel voran gehen und Ladestationen für Elektrofahrzeuge errichten, so CDU und Grüne. Es solle dabei auch festgestellt werden, welche Fördermöglichkeiten für dieses Vorhaben zu Verfügung stehen, um die Finanzierung zu erleichtern. Die konkrete Planung der Maßnahme solle dem Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen zur abschließenden Beschlussfassung vorgestellt werden. Der Nutzung von privat genutzten Elektrofahrzeugen werde in Zukunft eine immer größere Bedeutung zukommen. Eines der Hauptprobleme stelle aber das Netz an öffentlichen Stromtankstellen dar, das in Deutschland gerade abseits der Autobahnen und Großstädte noch viel zu gering ausgebaut sei. In jüngster Vergangenheit wurden mit staatlicher Förderung in St. Ingbert und anderen Städten Stromtankstellen eröffnet. CDU und Grüne sehen hier insbesondere auch die Stadtwerke Bliestal gefordert, eine aktive Rolle einzunehmen.

Wie berichtet, waren kürzlich die Ladestationen fünf und sechs in St. Ingbert in Betrieb genommen worden. Oberbürgermeister Hans Wagner sieht die Mittelstadt als Motor für Elektromobilität im Kreis und im ganzen Saarland. Die beiden neuen Ladesäulen in St. Ingbert sind zwei von insgesamt sechs neuen in der Biosphäre Bliesgau. Laut St. Ingberts Stadtverwaltung stehen vier weitere in Gersheim, in Kleinblittersdorf und zwei in Homburg. Die Mittel von 99 500 Euro würden komplett vom Bund übernommen. Es seien Maßnahmen im Rahmen des Projekts "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz". Als eine von 19 Modellregionen hatte auch der Bliesgau den Zuschlag für dieses Programm erhalten.

In Sachen Elektromobilität hatte sich im vergangenen Jahr auch etwas in Blieskastel getan - allerdings nur für Radfahrer. Die Stadtwerke Bliestal GmbH hatte im Oktober am Haus des Bürgers in Blieskastel eine Ladestation für Elektrofahrräder, auch E-Bikes oder Pedelecs genannt, installiert. Die Gesamtkosten betrugen 10 180 Euro. Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, während einer Rast in der Altstadt die Fahrrad-Akkus aufzuladen. Zusätzlich zu den Akkus können Fahrradhelme oder Taschen in drei Ladeboxen aufbewahrt werden. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Bernhard Wendel bei der Präsentation der Ladestation erläutert hatte, "ziehen die schönen Radwege in der Biosphärenregion immer mehr Besucher nach Blieskastel . Die Gastronomie freut sich über immer mehr Gäste. Viele davon sind mit dem Fahrrad unterwegs. Ein großer Trend sind E-Bikes ". Die Stadtwerke Bliestal hätten deshalb eine E-Bike-Ladestation installiert.

In den Ladeboxen können die Akkus aufgeladen werden. Gleichzeitig können dort Fahrradhelme oder Taschen aufbewahrt werden. Der Ladevorgang ist kostenfrei und einfach über die Eingabe einer persönlichen Identifikationsnummer (Pin) gesichert. Jedes Fach kann über eine Pin-Eingabe geöffnet werden.

Ähnlich wie bei einem Safe in einem Hotelzimmer wird die selbst gewählte Pin an der Säule am Haus des Bürgers eingegeben und der Nutzer kann das Schließfach öffnen. Dieses Verfahren ermöglicht allen Kunden, ohne Registrierung zu laden. Die drei Ladeboxen bieten auch ausreichend Platz für Netzteil, Ladegerät, Akkus sowie das sichere Aufbewahren von Helm oder Tasche.