Freier Blick auf den Schlossberg

Gut zwei Jahre lang hatte die Großbaustelle an der eingestürzten Schlossmauer in Blieskastel den Blick auf den Schlossberg versperrt. Nun neigen sich die komplizierten Sanierungsarbeiten ihrem Ende entgegen.

Unmittelbar nach dem Einsturz der Schlossmauer begannen Mitte Januar 2011 Sicherungsarbeiten. Foto: Joachim Schickert Foto: Joachim Schickert

Rund zwei Jahre, nachdem das Baugerüst an der Schlossmauer in der Kardinal-Wendel-Straße neben der Gaststätte "Alt Schmidd" aufgebaut wurde, neigen sich jetzt die Sanierungsarbeiten an der Mauer, die im Januar 2011 teilweise eingestürzt war, ihrem Ende entgegen. Ein gewaltiges Baugerüst hatte die ganze Zeit über den Blick auf den Blieskasteler Schlossberg verstellt. Wie Pressesprecher Udo Steigner vom Saarpfalz-Kreis mitteilt, könne nach "umfangreichen und komplizierten Sanierungsarbeiten an der Mauer in den kommenden Tagen die Großbaustelle in der Barockstadt abgeschlossen werden". Der Leiter des Kreisbauamtes, Fritz Lehmann, und Veit Schales, Ingenieur beim Kreisbauamt, hätten sich kürzlich einen letzten Eindruck von den Reparatur- und Sanierungsarbeiten an der Schlossmauer verschafft.

Die Mauer sei befestigt, das Erdreich dahinter verfüllt, so dass nun nach der endgültigen Bauabnahme das Gerüst, das bis zu 20 Meter hoch ist, abgebaut werden könne. Dies werde in den nächsten Wochen geschehen. Dann werde wieder weithin sichtbar der Schlossberg mit neuem Glanz über der Stadt erstrahlen. Der Saarpfalz-Kreis hatte in Kooperation mit Stadt Blieskastel die Arbeiten durchgeführt. Rund 460 000 Euro, davon 200 000 Euro für das Gerüst, hätte die Sanierungsmaßnahme gekostet, heißt es aus dem Homburger Landratsamt. Am 14. Januar 2011 waren gegen 9 Uhr Teile der Schlossmauer in der Kardinal-Wendel-Straße neben der Gaststätte "Alt Schmidd" eingestürzt. Dabei waren durch Gesteinsbrocken das Dach des Nebengebäudes der Gaststätte durchschlagen sowie Garagen und zwei Autos beschädigt worden. Personen wurden nicht verletzt. Der Bereich unmittelbar an der Bundesstraße 423 war sofort von der Blieskasteler Polizei und Mitarbeitern des städtischen Bauhofs abgesichert und der Verkehr umgeleitet worden. Ursache des Einsturzes waren Wasser- und Frostschäden zwischen Gesteinsschichten. Ein Riesenbagger hatte dann drei Tage später Steine und Bewuchs an der eingestürzten Schlossmauer beseitigt. Blieskasteler Kommunalpolitiker hatten im Laufe der vergangenen Jahre immer wieder gefordert, die Sanierungsarbeiten müssten schneller vorangehen.