Forschen und Entdecken in der Natur

Webenheim. Die Kindertagesstätte Webenheim hat für die zukünftigen Schüler einen so genannten "Schulkindertreff" eingerichtet. Neben vielen anderen Aktivitäten, bei denen die Kinder auf das Schulleben vorbereitet werden, stand jetzt ein besonderes Projekt von Jutta Weyand und ihrer Kollegin Iris Daut auf dem Programm

Webenheim. Die Kindertagesstätte Webenheim hat für die zukünftigen Schüler einen so genannten "Schulkindertreff" eingerichtet. Neben vielen anderen Aktivitäten, bei denen die Kinder auf das Schulleben vorbereitet werden, stand jetzt ein besonderes Projekt von Jutta Weyand und ihrer Kollegin Iris Daut auf dem Programm. Die Kinder erlebten in einem vierwöchigen Waldprojekt Natur pur. Die Kleinen machten sich mit ihren Erzieherinnen schon früh auf, im Wald wurde dann mit einem Morgenkreis der Tag begonnen. "Es war uns besonders wichtig, den Kindern einen wertschätzenden Umgang mit der Natur zu vermitteln", stellte Jutta Weyand heraus. So konnten die Buben und Mädchen dank des vielen Schnees auch einmal ausgiebig das Schlittenfahren genießen. Für viele Kinder übrigens das erste Mal in ihrem Leben. Wichtig war dabei neben der Übung motorischer Fertigkeiten auch das gegenseitige Helfen und das aufeinander Rücksicht nehmen. Nach Rücksprache mit dem Förster wurde - nach einer Lagerplatzsuche - auch eine Feuerstelle gebaut. Es wurde eifrig Holz gesammelt, die Kinder lernten das richtige Aufschichten und wie man über ein Feuer wacht. Es wurden vielerlei Erkenntnisse gewonnen über Wärme und Hitze, je nach Nähe, aber auch die Bewegungen der Flammen und die Farbspiele konnten beobachtet werden. Und nicht zuletzt konnten die Kinder sehen, riechen und schmecken, etwa Kartoffeln und Stockbrot. Auch das Löschen vor dem Heimweg wollte erlernt werden, entweder, indem man kein Holz mehr auflegte, oder das Feuer wurde mit Schnee gelöscht. Überhaupt das Forschen und Entdecken: Es wurden an unterschiedlichen Stellen und Tagen die Schneehöhen gemessen und verglichen, verschieden dicke Schneekugeln wurden untersucht und gewogen, selbst ein Mikroskop war dabei, um die Schneekristalle genauer zu untersuchen. Zusammen mit Wildhüter Raimund Ruffing wurde dann eine Forscherwanderung gemacht, wo man Wühl- und Schlafspuren von Rehen entdecken konnte, ebenso Wildschweinspuren, wie zum Beispiel Haarspuren an Baumstämmen. Überhaupt lernten die Kinder die Spuren der Tiere zu unterscheiden. "Alles in allem war das Projekt eine gelungene Sache", zog Erzieherin Jutta Weyand ein positives Resümee. Der Winterwald und die unterschiedlichen Witterungsverhältnisse boten für die Kleinen viele interessante und sinnliche Erfahrungen. Eine Dokumentation des Projektes konnten sich die Eltern in den Räumen des Kindergartens auf Plakaten ansehen.