Flüchtlingsproblem hat hohe Wellen geschlagen

Flüchtlingsproblem hat hohe Wellen geschlagen

Das Flüchtlingsproblem, eine Gedenkfeier zum Jahrestag des Einmarsches der Amerikaner und die Zusammenlegung von Standesämtern in Blieskastel waren im abgelaufenen Jahr die Top-Themen in der Barockstadt.

Das Flüchtlingsproblem hat in Blieskastel hohe Wellen geschlagen. In der Dezember-Sitzung des Stadtrats hat Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener bekannt gegeben, dass sie mit sofortiger Wirkung die Stabsstelle Migration gebildet hat, die mit fünf Mitarbeitern ausgestattet und der Bürgermeisterin direkt unterstellt ist. Angesichts steigender Flüchtlingszahlen seien die Aufgaben mit der bisherigen Personalausstattung und mit üblichen Mitteln einer Stadtverwaltung nicht mehr zu stemmen. Die Entwicklung in den vergangenen Wochen habe sie darin bestärkt, dass zur Bewältigung der Flüchtlingssituation die Schlagkraft erhöht, bisherige Prozesse neu geregelt und die Kommunikation weiter ausgebaut werden müssten. Entschuldigt hatte sich die Verwaltungschefin, dass die Kommunikation im Vorfeld zur Kündigung der Schulhäuser in Ballweiler und Mimbach mit den Vereinen nicht optimal verlaufen sei. Beide ehemaligen Schulen sollen eventuell im neuen Jahr als Flüchtlingsunterkünfte zur Verfügung stehen.

Einen denkwürdigen Abend für alle Beteiligten gab es am 18. März: Genau zum Jahrestag des Einmarsches der Amerikaner, zur Befreiung vom Nationalsozialismus vor 70 Jahren, hatte die Stadt eine gelungene Gedenkfeier in der mit rund 300 Gästen voll besetzten Bliesgau-Festhalle veranstaltet. Sogar der Generalkonsul der Vereinigten Staaten in Deutschland, Kevin C. Milas, war zur Feierstunde in die Barockstadt gekommen.

Die Standesämter von Blieskastel , Gersheim und Mandelbachtal wurden zum 1. Juli 2015 im Blieskasteler Rathaus zusammengelegt. Mit dieser Vereinbarung, mit der die Kommunen saarlandweit Vorreiter sind, sollen Kosten eingespart und Verwaltungsmitarbeiter für andere Aufgaben freigestellt werden. Nachdem Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und die Bürgermeister Alexander Rubeck aus Gersheim und Gerd Tussing aus Mandelbachtal (alle CDU ) bereits im April 2014 eine erste Vereinbarung über eine Zusammenarbeit in Sachen Standesamt getroffen hatten, war im Mai im Blieskasteler Rathaus der Vertrag "über die Bildung eines einheitlichen Standesamtsbezirks und die Übertragung der Aufgaben des Standesamts" von den drei Verwaltungschefs offiziell unterzeichnet worden.

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