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Festliches Funkeln und ein bisschen Afrika

Festliches Funkeln und ein bisschen Afrika

Wer den Weihnachtsmarkt in Alschbach besucht hat, dürfte sicher seine Suche nach Geschenkideen beendet haben. So viel gab es hier zu entdecken, zu kosten und auszuprobieren – darunter Seife nach altem Rezept.

Das Hofgut Lindenfels in Alschbach hatte zum 14. Male zu einem Weihnachtsmarkt eingeladen. 14 Aussteller aus dem Kunsthandwerk präsentierten ihre Werke. Das Angebot war wieder bunt gemischt. Einmalige Lichtblicke mit handbemalten Glaswandlichtern und Laternen hatte Claudia Röhl gefertigt. "Jedes Teil ist ein Einzelstück, meine Themen sind Afrika sowie Tier- und Weihnachtsmotive", sagte uns die St. Ingberterin. Gefragt bei Michaela Uhl und Christina Leiner waren Handarbeiten, überwiegend für Kinder, und zum ersten Male beim Lindenfels-Markt dabei war Anne Rohe aus Mimbach, die Holz- und Bastelarbeiten anbot und als Blickfang einen kleinen Hochsitz werkelte - das Weidmannsheil gehörte dazu.

Putzige und niedliche Kuscheltiere sind das Hobby von Gertrud Uhl aus Ommersheim. "Die Kuscheltiere fertige ich aus Kaninchenfell, das sonst entsorgt wird. Doch mir ist dies zu schade, daher verwende ich das Fell für die Kuscheltierchen." Stammgast ist Peter Hilsensauer, der pensionierte Arzt aus Homburg erfüllte in Minutenschnelle Wünsche der Besucher und schuf originelle Karikaturen und Zeichnungen mit lustigen Sprüchen. Schmuck aus der Heimwerkstatt gab es bei Ulrike Detzel (Kirkel), und Seifen-Düfte der besonderen Art sind seit 20 Jahren das Hobby von Karen Rink aus Blies-Ebersing. ,,Die Sorten Ringelblumen, Espresso/Zitrone sowie Kartoffel/Milch/Salz sind am meisten gefragt, und nach einem 200 Jahre alten Rezept stelle ich die Seife Old Windsor her." Viele freiwillige Helfer sorgten für das leibliche Wohl der Besucher, die des großen Andrangs wegen von der Straße aus gerne einen Fußmarsch einlegten. Beifall gab es für den zauberhaften Gesang von Alexandra Dawo, der MV Aßweiler (Klaus Anna) spielte Weihnachtslieder und der Nikolaus verteilte kleine Gaben. "Das ist ein gemütlich-familiärer Markt", meinte Heinz Scheller aus Biesingen, der wie viele Gäste mit einem Bio-Weihnachtsbaum den Heimweg antrat.

Die Besucher konnten sich bei Forstwirt Sebastian Dawo über den Anbau der Weihnachtsbäume eingehend informieren. "Wir verzichten auf Chemie, nutzen also keine Spritzmittel oder Dünger", sagte uns der Lindenfels-Pächter, der beim Anbau der Bäume auf besondere Helfer zählen kann, nämlich auf eine Herde Shropshire-Schafe. Die spezielle Rasse knabbert die Bäume nicht an und düngt auf natürliche Art die Baumkolonien. "Ich freue mich über den überaus guten Besuch an den zwei Tagen, lohnt dies doch unseren neuen Weg, der im Frühjahr mit einem eigen Hofladen und einem Wald-Café ausgebaut wird", sagte uns beim abendlichen Schwedenfeuer Sebastian Dawo.