Vortrag in Blieskastel Cannabis-Konsum macht aus Jugenderinnerungen „grünen Brei“

Blieskastel · Amon Barth stellte am Von der Leyen-Gymnasium in Blieskastel rund 200 Schülerinnen und Schülern sein Buch „Breit. Mein Leben als Kiffer“ vor.

Der Autor Amon Barth stellte sein Buch „Breit. Mein Leben als Kiffer“ am Von-der-Leyen-Gymnasium in Blieskastel vor.

Der Autor Amon Barth stellte sein Buch „Breit. Mein Leben als Kiffer“ am Von-der-Leyen-Gymnasium in Blieskastel vor.

Foto: BeckerBredel

„Praesent“, die Fachstelle für Suchtvorbeugung im Saarpfalz-Kreis in Trägerschaft der Awo-Teilhabe, organisierte Autorenlesungen von Amon Barth an drei Schulen im Saarpfalz-Kreis. Barth stellte im Christian-von-Mannlich-Gymnasium in Homburg den Schülern verschiedener Schulen aus Homburg und Kirkel, im BBZ Neunkirchen Schülern aus verschiedenen Schulen in St. Ingbert und den Schülern des Von der Leyen-Gymnasiums Blieskastel sein Buch „Breit. Mein Leben als Kiffer“ vor.

In seinem Buch geht Barth auf seine Lebensphase zwischen dem 15. Und 20. Lebensjahr ein, die von seinen Erlebnissen rund um Pubertät, Freundschaft und Sexualität und den Erfahrungen mit Cannabis handeln. Seine Reise in die Abhängigkeit endete in der Psychiatrie. Amon Barth sagt von sich selbst: „Die wichtigsten Jahre meiner Jugend sind, wenn ich mich an sie erinnern will, ein großer, grüner Brei.“ Das Ziel der Lesungen ist die Sensibilisierung von Jugendlichen gegenüber dem Thema Cannabis-Konsum und die Aufklärung darüber, welche Risiken sich beim Konsum ergeben. Etwa 800 Schülern wollten die Organisierenden mit den vier Lesungen im Saarpfalz-Kreis erreichen. Dies sei insbesondere im Hinblick auf das Thema Cannabis-Legalisierung wichtig.

„In Blieskastel sind 200 Schülerinnen und Schüler zur Lesung gekommen. Diese richtet sich an die Klassenstufen neun, zehn und elf“, berichtet Sozialarbeiter Ralph Dejon von der Awo-Fachstelle „Praesent“. „Durch Fragen und Wortbeiträge der Zuhörer wurden die Lesungen lebendig. Das Thema ist gut angekommen, der Autor hat es geschafft, die Kinder abzuholen. Es gab viel Interesse an seiner Lebensgeschichte und der Sucht des Betroffenen in Hinsicht auf seine Familie und an seiner Meinung zu Cannabis. Amon Barth unterstützt die Alltagsarbeit, die die Sozialarbeiter in der Suchtprävention ohnehin verfolgen. Die Lesereise ist eine sehr gute Ergänzung unserer Arbeit“, so Dejon. Die Lesereise wurde durch die „Arbeitskreise Gemeindenahe Suchtprävention“ initiiert und ist finanziert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit.

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