Erste Pfähle werden eingerammt

Niederwürzbach. Endlich tut sich was am Niederwürzbacher Weiher, werden viele Bürgerinnen und Bürger im Blieskasteler Stadtteil denken. Denn in dieser Woche haben die Arbeiten zum Neubau der so genannten THW-Brücke an der Annahof-Seite begonnen

Niederwürzbach. Endlich tut sich was am Niederwürzbacher Weiher, werden viele Bürgerinnen und Bürger im Blieskasteler Stadtteil denken. Denn in dieser Woche haben die Arbeiten zum Neubau der so genannten THW-Brücke an der Annahof-Seite begonnen. Wie Stadtpressesprecher Fredi Brabänder gegenüber unserer Zeitung erklärte, werden derzeit die Pfähle von der Firma Reichert GmbH Holzbau aus Gersheim in den Weiher eingerammt. Die Firma habe im Herbst vorigen Jahres als einziger Anbieter den Auftrag erhalten, die Brücke neu zu gestalten und über Winter die Brückenteile bereits in ihrer Werkstatt vorbereitet. "Die alten Pfähle kommen weg, die neuen werden jetzt montiert", so Brabänder. Um die Natur so wenig wie möglich zu stören, solle die Brücke noch vor der Brutzeit in einigen Wochen fertig sein. Die Kosten belaufen sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf rund 125 000 Euro, wovon drei Viertel das Wirtschaftsministerium aus Fremdenverkehrsmitteln beisteuere. Auf Grund gravierender Sicherheitsmängel war im Sommer 2007 die Holzbrücke über den nördlichen Weiherarm am Würzbacher Weiher gesperrt worden. Eine Maßnahme, die in der Niederwürzbacher Bevölkerung, aber auch von den Wanderern heftig kritisiert wurde. Ortsrat und Ortsvorsteher Albert Welsch hatten bei der Verwaltung auf umgehende Sanierung und Öffnung der Brücke gedrängt. Beim Niederwürzbacher Neujahrsempfang Anfang vergangenen Jahres hatte denn auch Wirtschaftsminister Joachim Rippel zugesagt, der Instandsetzung der Brücke jede mögliche Unterstützung zu gewähren. Die Stadt hatte sich bemüht, die Brücke wieder herzurichten und dazu verschiedene Lösungsmöglichkeiten ins Auge gefasst, die sich allerdings als nicht realisierbar zeigten. Ursprüngliche Bestrebungen, die Sanierung mit Hilfe von THW oder Bundeswehr zu bewältigen, konnten nicht umgesetzt werden. Schließlich hatte Albert Welsch als zuständiger Beigeordneter im Rathaus unverzüglich die vorbereitenden Arbeiten für eine anderweitige Realisierung der Maßnahme eingeleitet. Da eine Instandsetzung der alten Brücke nicht mehr möglich und damit ein Neubau der Weiherbrücke notwendig war, musste ein Bauantrag gestellt werden. Durch das ganze Prozedere sei natürlich viel Zeit ins Land gegangen, wie Albert Welsch gestern gegenüber unserer Zeitung betonte.Die Brücke zwischen Annahof und Gut Junkerwald hatte erhebliche Schäden aufgewiesen. Das hatte im Sommer 2007 eine Untersuchung des Statikers Hermann Muskalla ergeben. Um die Sicherheit der Wanderer und Besucher zu gewährleisten, hatte Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener die Sperrung der Brücke angeordnet. Meinung

Ausflugsziel ohne Makel

Von SZ-RedakteurJoachim Schickert Seit Monaten müssen Spaziergänger auf den beliebten Wanderwegen rings um den Niederwürzbacher Weiher einen Umweg machen, wenn sie auf die andere Seite gelangen wollen. Dieser Umweg ist, so haben es Beobachter immer wieder geschildert, für ältere Menschen, Rollstuhlfahrer oder mit Kinderwagen schwer zu bewältigen, zumal er oft matschig und feucht ist. Nun ist die "unendliche Geschichte" kaputte Brücke offenbar in einigen Wochen zu Ende, soll ein neuer Übergang den Niederwürzbacher Weiher zieren. Zeit wird es auch, denn die Verbindung vom Annahof zur Halbinsel Junkerwald ist längst überfällig. Der Weiher ist schließlich für viele Menschen ein beliebtes Ausflugsziel. Wer Touristen anlocken will, muss dafür sorgen, dass die Infrastruktur stimmt, die Gäste gerne wiederkommen und Niederwürzbach als Erholungsort ohne Makel weiter empfohlen wird.