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Emilie Laschke aus Homburg verliert beim Junior-ESC in Erfurt

Schülerin aus Homburg scheidet aus : Traum vom ESC erfüllt sich für Emilie nicht

Die Homburgerin Emilie Laschke war beim Vorausscheid des Nachwuchs-Musikwettbewerbs in Erfurt unterlegen. Zufrieden ist sie dennoch. Jetzt ruft die Schule.

Um 20.39 Uhr war am Freitag in Erfurt und live auf der Mattscheibe des Kinderkanals (Kika) klar: Pauline (zwölf) aus Wolken bei Koblenz wird Deutschland am 19. Dezember beim Junior-Eurovision-Song-Contest (ESC) in Paris vertreten. Somit entschieden sich die Zuschauer mit ihrer Internet-Abstimmung gegen Marta (zehn) aus Bad Salzuflen und gegen Emilie (13) aus Homburg.

„Du bist nicht zum ersten Mal auf der Bühne“, hatte Gabriel Kelly Pauline zuvor gelobt. Der Musiker gehörte der Jury an und war, wie viele andere auch, baff über den Auftritt der Schülerin, die die Zuschauer mitriss, die daraufhin aufstanden. Sie hatte sich, wie ihre beiden Mitbewerberinnen, im ersten Durchgang den Titel „Imagine us“ ausgesucht.

„Das wird schwer“, kommentierte derweil auf Facebook ein Blieskasteler Fan von Emilie Laschke seine Befürchtung, wonach es für die Homburgerin knapp werden könnte. In der zweiten Runde hatte sich die Sängerin der Blieskasteler Band Junge KAoten für „Gut so“ entschieden, ging hier noch mehr aus sich raus. Da machte es nichts, dass Emilie den Eindruck vermittelte, anfangs etwas zu schnell gewesen zu sein.

Wir erreichen die junge Sängerin am Samstagnachmittag in dem Moment, als sie, nach der Heimfahrt von Erfurt, gerade wieder in Homburg zu Hause die Tür hereinkommt. „Mir geht es ziemlich gut. Ich hatte viel Spaß“, blickt die Schülerin nach einer Woche Vorbereitung beim Kika und der Live-Sendung zurück. Klar sei sie aufgeregt gewesen, doch ein Teil der Anspannung habe sich vormittags, als die Generalprobe stattfand, etwas gelegt, da man dann genauer wusste, was auf einem zukommen wird, so Laschke.

Überhaupt sei sie, dank Coach und optimaler Betreuung, gut vor Ort aufgehoben gewesen. Beim Auftritt gab es für die Schülerin des Johanneums aber doppelte Anspannung: Zum einen die grundsätzliche und dann musste sie noch als Erste auf die Bühne. „Vermutlich, weil ich die Älteste war“, lautet ihre Erklärung für die Entscheidung des Regisseurs. Trotz Puder, das zuvor nochmals in der Maske aufgetragen wurde, habe sie im Gesicht viel schwitzen müssen.

Ein Konkurrenzdenken habe es aber unter den drei Mädchen nicht gegeben. „Wir hatten eine Super-Beziehung hinter den Kulissen“, lobt Emilie Laschke ihre beiden Mitbewerberinnen. Bei ihr war von Anfang an klar, dass sie nicht unbedingt gewinnen muss. Obwohl man nicht jeden Tag am Junior-ESC teilnimmt, sei die Sängerin weder traurig noch enttäuscht und genau deshalb auch mit sich selbst zufrieden. „Alle haben den Sieg verdient“, findet die Saarländerin.

Nach einer Woche in der thüringischen Landeshauptstadt heißt es für die Schülerin in dieser Woche erstmal: nachholen des versäumten Unterrichts. Das kriegt sie sicher hin. Zuversichtlich macht dafür der Umstand, dass eine Freundin ihr letzte Woche immer den versäumten Stoff geschickt hat.

 Die Homburgerin Emilie Laschke (Dritte von links) zog gemeinsam mit Marta aus Bad Salzuflen (Dritte von rechts) den Kürzeren. Stattdessen wird nun Pauline aus der Nähe von Koblenz (Vierte von links) Deutschland am 19. Dezember in Paris beim Junior-ESC vertreten.
Die Homburgerin Emilie Laschke (Dritte von links) zog gemeinsam mit Marta aus Bad Salzuflen (Dritte von rechts) den Kürzeren. Stattdessen wird nun Pauline aus der Nähe von Koblenz (Vierte von links) Deutschland am 19. Dezember in Paris beim Junior-ESC vertreten. Foto: KiKA/Jacqueline Kupey

Ob sie sich überlegt hat, nun bei anderen Wettbewerben teilzunehmen, wollte unsere Zeitung von der JESC-Teilnehmerin wissen. „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, gibt die 13-jährige Homburgerin offen zu.