Ein perfekt geplanter Garten

Das Garten-Tagebuch der Familie Maurer spricht eine klare Sprache: Der Garten, auch beim „Offenen Gartentor“ dabei, löst stets Begeisterung aus. Seit 23 Jahren arbeiten Monika und Karl-Heinz Maurer an und in ihrem privaten Paradies. Mit Gartenarchitekt Stefan Laport wurde an der Konzeption gefeilt.

"Tolle Eindrücke, Steigerung kaum noch möglich. Wir wünschen weiterhin einen großen grünen Daumen und Spaß an der Arbeit", ist im Tagebuch zu lesen, das die Familie Maurer immer zum "Tag der offenen Gartentür", so auch am vergangenen Sonntag, auslegt. Bisher haben sich viele Gäste darin verewigt.

"Der Garten ist wunderschön, der Gesamteindruck stimmt und ich bin immer wieder begeistert über die Vielfalt der Rosenarten", meinte Christa Groh, die eigens vom Hochsteller Hof bei Pirmasens angereist war. Sie ist schon Stammgast in der Serrstraße 7.

Ein TV-Bericht über den Bliesgau und der darin versteckte Hinweis auf den Maurer'schen Garten habe sie neugierig darauf gemacht, die Region mit eigenen Augen zu erfahren. "Insbesondere der Schattenbereich macht einen wunderschönen Eindruck", begeisterte sich Doris Abel, die zusammen mit ihrem Mann Rolf mit dem Fahrrad aus Bayerisch Kohlhof angeradelt ist. Gemüsebeet, Nutzgarten, alles passt zusammen, so das Paar, das sich nach dem Besuch des Gartens und einer Wegzehrung wieder auf den Rückweg machte.

"Im Garten ist permanent was los", stellte die 63-jährige Monika Maurer fest. Gemeinsam mit Familienmitgliedern und Bekannten, insgesamt zehn an der Zahl, bewirtete und betreute sie die bis zu 500 Besucher bei ihrer vierten Teilnahme am landesweiten Tag des offenen Gartentors. Nach dem aktiven Arbeitsleben wurde die Gartenarbeit vor 23 Jahren zu einem wichtigen Lebensbestandteil.

Damals habe sie gemeinsam mit ihrem Mann Karl-Heinz (66), der heute hauptsächlich für die Rasenpflege zuständig ist, das Eigenheim mit seinem großzügigen Gelände gebaut. Bewuchs in die richtige Form bringen, Blühpflanzen, Rosen und Hecken schneiden gehören zu den Pflegearbeiten, bevor sich die Hobbygärtnerin im Winter schon mal an einem schönen Schneetag, oder bei Raureif an den malerisch über die Pflanzen legenden Spinnweben erfreuen kann.

"Ich hatte zeitlebens die Idee, einen Garten zu gestalten, doch erst spät die Zeit, den Traum zu verwirklichen", so Maurer. Gemeinsam mit dem Battweiler Gartenarchitekt Stefan Laport, der auch beim Altheimer Pirminiusgarten seinen Sachverstand einfließen ließ, und momentan mit einem eigenen Garten bei der Landesgartenschau in Landau vertreten ist, wurde an der Konzeption gefeilt, Details besprochen,

Pläne aufgestellt. Bei den umfangreichen Arbeiten entstand eine bewundernswerte englische Gartenlandschafts-Variante. Symptomatisch dafür sind die weichen Formen, weder Ecken noch Kanten sind zu sehen. "Das ist einfach gut fürs Gemüt und bringt viel Freude", so Maurer. Gartenhortensien mit großen Kelchblättern wechseln sich mit immergrünen Rhododendron-Sträuchern oder krautigem Wald-Geißbart ab. Dominant sind jedoch die englischen Rosensorten.

David Austin-Rosen stehen neben deutschen ADR-Rosen, die allesamt vollschalig sind und nach der ersten Blütenflor geschnitten werden müssen. Ein Nutzgarten mit Salaten, Petersilie, Zwiebeln, Küchenkräutern, Tomaten ergänzt die Anlage, auf der auch einige Bäume für Schatten sorgen. Neben den optischen Genüssen wurden auch eigene Produkte angeboten und auch ausgestellt.