Ein großes Werk in allen Teilen

Chor der Blieskasteler Schlosskirche gibt an Pfingsten William Lloyd Webber.

Nach den vielbeachteten Aufführungen in der Karwoche widmet sich der Chor der Schlosskirche dem nächsten Projekt und wird am Pfingstsonntag, 4. Juni, um 10.30 Uhr das Hochamt in der Schlosskirche Blieskastel musikalisch gestalten.

Im Rahmen des Gottesdienstes wird die "Missa Princeps Pacis" des Komponisten William Lloyd Webber aufgeführt. Bereits als 14-Jähriger konzertierte William Lloyd Webber als Organist an verschiedenen Kirchen in London und England. Er studierte am Royal College of Music, unter anderem bei Ralph Vaughan Williams. Da es am College noch einen anderen Studenten mit Namen William Webber gab, benutzte William seinen dritten Vornamen Lloyd fortan als Teil seines Nachnamens. 1938 war er Organist und Chorleiter an All Saints, später in Westminster in einer bedeutenden Methodistenkirche. Die ersten Kompositionen entstanden in den 30er Jahren. 1942 heiratete er die Pianistin und Geigerin Jean Johnstone. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Andrew und Julian hervor. Andrew Lloyd Webber dürfe durch die Komposition von Musicals, wie etwa dem Phantom der Oper) bekannt sein. Zwischen 1945 und Mitte der 1950er Jahre komponierte Lloyd Webber Vokal- und Instrumentalmusik, Chor- und Orgelwerke, Kammermusik und Orchesterwerke. Dann übernahm er eine Professur für Musiktheorie und Komposition am Royal College of Music in London; von 1964 bis zu seinem Tod war er Direktor dieses Colleges. Vermutlich aufgrund der Bekanntheit seiner beiden Söhne hat William Lloyd Webbers Musik in den letzten Jahren eine große Berühmtheit erfahren.

Der Chor der Schlosskirche wird die Missa Princeps Pacis in allen Teilen (Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei) aufführen. An der Orgel wird der Chor von Matthias Leiner begleitet, die Gesamtleitung obliegt dem Dirigenten des Chores Sebastian Brand.