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Ein großes Herz für seinen Heimatort

Ein großes Herz für seinen Heimatort

Ob als Elternsprecher, Vorsitzender des Sportvereins oder Chormitglied – Ralf Gab engagiert sich, wo er kann. Für so viel Einsatz wählten die SZ-Leser den Breitfurter zum „Saarlands Beste“-Monatssieger.

. Ganz gleich, wo sich Ralf Gab im Blieskasteler Stadtteil Breitfurt ehrenamtlich betätigt: Für ihn stehen immer der Mensch und das Wohl der Allgemeinheit im Mittelpunkt. Für sein Engagement in Breitfurt wählten ihn die SZ-Leser zu "Saarlands Bestem" im November.

Zuerst übte der dreifache, verheiratete Familienvater zwölf Jahre das Ehrenamt des Schulelternsprechers an der Grundschule Breitfurt aus. "Bei mir liefen alle Fäden zusammen", fasst Ralf Gab seine Aufgaben zusammen. Gemeinsam mit den acht Klassensprechern organisierte er Abschlussfeste für die vierten Klassen, Weihnachtsmärkte und Elternabende. Er trug dazu bei, viele Projekte in der Schule zu verwirklichen. In der Zeit als Schulelternsprecher lernte er auch, wie wichtig soziales Engagement ist und dass es entscheidend ist, Menschen für eine Sache zu gewinnen, um etwas für die Schule und das Dorf zu bewegen.

Der frühere aktive Fußballspieler und langjährige Jugendtrainer im SV Breitfurt führt zudem seit 2008 den Sportverein als Vorsitzender. Unter seinem Vorsitz hat der Verein in Eigenregie zuletzt das Dach des Sportheims komplett erneuert. "Wir, der Vorstand und die Sportler haben in etlichen ehrenamtlichen Arbeitsstunden das Dach neu gedeckt", erläutert er. Zuletzt half er mit, die Innenräume des Sportheims zu renovieren.

Momentan stellt sich der 55-Jährige aber neuen Herausforderungen. So plant der SV Breitfurt, mit einem Fußballverein aus der Umgebung eine Spielgemeinschaft zu gründen. Der Vereinschef führt hierfür gemeinsam mit Kollegen aus dem Vorstand Gespräche mit Vertretern verschiedener Fußballvereine aus dem Raum Blieskastel . "Mir als Vorsitzender ist sehr an Harmonie gelegen, ich bin kein streitsüchtiger Mensch. Diese Einstellung versuche ich auch vorzuleben", beschreibt der bei der Firma Bosch in Homburg angestellte Qualitätssicherungs-Ingenieur ein wichtiges Anliegen seines Vereins-Engagements.

Schon in jungen Jahren entdeckte er seine Liebe zur Musik, die bis heute andauert. Anfangs sang er im evangelischen Kirchenchor seiner Heimatgemeinde und lernte parallel dazu Gitarrespielen. Als die Konfirmation seiner eigenen Kinder bevorstand, erklärte er sich bereit, mit den Konfirmanden ein selbstkomponiertes Lied einzustudieren. "Daraus entstand bei mir und anderen der Wunsch, eine Singgemeinschaft ins Leben zu rufen", erzählt er. Mit seinem Einsatz trug er mit dazu bei, dass diese zustande kam. Seit fünf Jahren singt er in eben dieser Singgemeinschaft die Tenorstimme und ist einer von drei Gitarristen. Vor jeder Chorprobe trifft er sich mit seinen Mitmusikern, um neue Lieder auszuwählen und zu planen, wie ein Lied dann klingen soll.