Kommentar : Dürftige Begründung

Die Begründung der Stadtverwaltung, man sei personell auf Kante genäht, um auf die Aktion „Heimat Shoppen“ hinzuweisen und diese zu forcieren, ist recht dürftig. Zumal IHK und Einzelhandelsverband diese Werbung für den Einkauf vor Ort auf dem Silbertablett präsentieren.

Fazit: Gute Werbechancen für die Händler verpasst. Wichtiger ist aber, dass man sich im Rathaus Gedanken darüber macht, wie es weitergehen soll. Rainer Schetting, (Noch-)Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins, wickelt den Verein bis Jahresende nur noch ab. Nachfolger? Fehlanzeige, niemand hat sich dazu bereit erklärt. In der Verwaltung müsste man einen gut ausgebildeten Marketing-Experten haben, der sich um das Gewerbe kümmert, der sozusagen als neutrale Instanz Ideen für Aktionen einbringt, Konsens unter den Händlern herstellen kann. Halloween, jährlich ein Höhepunkt in Blieskastel, ist bereits im vergangenen Jahr offiziell abgesagt worden, für das Nikolaus-Shopping fehlten plötzlich die Buden. Was wird mit dem „Diner en blanc“, das bestens angenommen wird? Geschäfte sind wichtig, zumal in einer so schönen Stadt. Werden es weniger, drohen Verödung und Stillstand. Und das kann auch in Blieskastel niemand ernsthaft wollen.