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Diskussion im Ortsrat Blickweiler rund ums marode Feuerwehrgerätehaus

Aus der Kommunalpolitik in Blieskastel : Das elend lange Warten der Feuerwehrkameraden

Weiter Diskussionen um das Feuerwehrgerätehaus.

In der Kulturhalle begrüßte Ortsvorsteher Walter Boßlet (SPD) zur Sitzung des Ortsrats Blickweiler auch sechs Zuhörer. Ausgiebig genutzt wurde die Einwohnerfragestunde mit Beschwerden rund um den Dorfplatz. Zu Beginn wurde Michael Mand (49) als Nachfolger von Saskia Schmidt, beide CDU verpflichtet. Sie stellte ihr Amt zur Verfügung. Walter Boßlet hob erfreut hervor, dass die von den Mitgliedern des Ortsrates verteilten Masken zügig in die Briefkästen gelangten. Bewährt habe sich auch der Einkaufsservice, neben dem Ortsrat hätten sich 17 Personen dazu gemeldet. „Doch dieser Service war nicht so gefragt, dafür mehr die Nachbarschaftshilfe. Vor allem bei den acht Fällen, bei denen die Betreuungspersonen aus Polen und Rumänien 14 Tage nicht einreisen konnten“, so der Orts-Chef.

Das im Jahr 1773 errichtete Kreuz zwischen Blickweiler und Ballweiler sei einsturzgefährdet, eine Fachfirma habe die Sanierung auf 6350 Euro beziffert. „Die Stadt stellt den Antrag auf Zuschüsse, zudem könnte aus dem Budget und von der Jagdgenossenschaft Geld kommen“, so Boßlet zu dem Kreuz, das nach Sanierung weiter Richtung Straße gesetzt werden soll. Ein weiteres privates Sandsteinkreuz auf dem Friedhof soll in Eigenregie mit Initiative von Christian Wilhelm (CDU) als Wegekreuz im Bann aufgestellt werden. Auf dem Friedhof soll nach dem Wunsch der Bürger eine weitere Urnenwand errichtet werden, die Kosten dafür müsste allerdings komplett die Stadt übernehmen. Auch für Rasengräber lägen Anfragen vor. Beschlossen wurde die Anschaffung einer Geschwindigkeitsmessanlage mit Solarmodul und Möglichkeit der Auswertung, Standorte sollen die Grundschule und die drei Einfahrtsstraßen werden.

Als größtes Projekt diskutiert wurde die Neugestaltung der Dorfmitte rund um die Pfarrkirche, Pfarrheim, Kita und Feuerwehrgerätehaus. Einig war sich das kommunale Gremium, dass das Wehrgerätehaus das schlechteste im Saarpfalz-Kreis sei und daher dringend einer Lösung bedürfe (unsere Zeitung berichtete mehrfach). Auch die SPD-Stadtratsfraktion um ihren Vorsitzenden Achim Jesel informierte sich bei der Aktion „Fraktion vor Ort“ über den baulich schlechten Zustand des am Dorfplatz gelegenen Gerätehauses. „Eine Chance, die Entwicklung der Ortsmitte voranzutreiben, bildet der bevorstehende Erwerb des dortigen Anwesens Greff (200 000 Euro)“, hielt der Ortsvorsteher fest: „Die zugehörigen Greff-Nebenflächen stoßen nämlich rückseitig ans Feuerwehr- Gerätehaus und an die Kita.“ Bei den investiven Maßnahmen stehen Reckstangen für den Spielplatz auf dem Plan, daneben die Aufstellung von Ruhebänken und Fahrradständern sowie ein Sonnensegel für die Grundschule. Alle Beschlüsse fielen in der harmonisch verlaufenen Sitzung einstimmig.