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Abifeier am von der Leyen: Die letzten Hürden sind gemeistert

Abifeier am von der Leyen : Die letzten Hürden sind gemeistert

58 Absolventen des Blieskasteler von der Leyen-Gymnasiums durften jetzt ihre Abitur-Zeugnisse in Empfang nehmen.

Die diesjährigen Abiturienten des Von-der-Leyen-Gymnasiums sind ab jetzt „Offleyen“. Der kommende Lebensabschnitt beinhaltet viele Träume - und „Träume“ ist auch das Motto der Abschlussfeier. Während einige mit traumwandlerischer Sicherheit die Oberstufe durchliefen, haben andere manchmal schlecht geträumt. „Aber alle Schüler, die zur schriftlichen Prüfung angetreten sind, haben auch bestanden“, sagt Schulleiter Christoph Kohl. Die Bliesgau-Festhalle füllt sich nach dem traditionellen Gottesdienst mit Abiturienten, Eltern und Lehrern in traumhaften Roben. Alle sehen sie glücklich aus. Die Eltern scheinen stolz auf ihre Sprösslinge zu sein.

Laut einer Enzyklopädie für Psychologie und Pädagogik ist ein Traum eine Abfolge von Bildern, Emotionen und Gedanken, die sich im Geist eines Schläfers abspielen, sagt Kohl in seiner Begrüßungsrede. „Wovon träumen Eltern und Schüler, wenn sie sich das Abitur vorstellen?“ Eltern würden mit Sicherheit von einer besseren Zukunft für ihre Kinder träumen. Schlafen und Träumen, das hätten einige Schüler bis zuletzt im Unterricht umzusetzen versucht, scherzt Kohl. „Manche haben sogar die Bekanntgabe der Noten nach der mündlichen Prüfung verträumt…äh versäumt“, fügt er an. Gelächter im Saal.

Ein echter Traum sind die diesjährigen Abiturleistungen. Mit einem Schnitt von 2,2 sind die Absolventen um Zweizehntel besser als die Letztjährigen. Nicht ungewöhnlich sei, dass die Damen mit 2,02 wesentlich besser abgeschnitten haben, als die Herren mit 2,36. „Also liebe Männer, träumt weiter davon das starke Geschlecht zu sein“, lautet der scherzhafte Kommentar des Schulleiters dazu. Dabei haben 20 von den insgesamt 58 Absolventen die eins vor dem Komma stehen. Eine Absolventin hat sogar eine 1,0. „Wenn man zuversichtlich seinen Träumen folgt, und sich bemüht, so zu leben, wie man es sich vorgestellt hat, wird man unerwartet von Erfolg gekrönt“, zitiert Kohl den Philosophen Henry Thoreau und wünscht den Absolventen, dass sie ihren Träumen möglichst nahe kommen.

Schulsprecher Thomas Haumannt: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.“ Dieser Ernst habe viele Facetten, auch die Weiterentwicklung zu selbstständigen Menschen die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft tragen. Der Tutor Volker Mohr beginnt seine Rede mit dem bekanntesten Zitat von Martin Luther King: „I have a dream“. King habe eine Vision von einer besseren Zukunft gehabt. Auch die Abiturienten haben Visionen ihrer Zukunft. Wichtig sei aber, dass sie die Balance zwischen Träumen und Realität nicht verlieren. Die Abiturienten Julian Müller, Marco Sandmeier und Leon Preukschat halten eine Rede über ihre Schulzeit, die sie mit einem Kampf vergleichen, den sie letztlich gewonnen haben.

Manche Schlachten hätten sie verloren, sowie auch einige Krieger, die schon früher abgegangen sind. Nachdem sie ins Schlösschen eingezogen sind, also die Oberstufe erreichten, war ein weiterer Meilenstein der Einzug in den „Blue Saloon“, der nur den Schülern des zwölften Schuljahres vorbehalten ist. Sie erzählten witzige Anekdoten, rückblickend auf die Hürden, die man genommen hat und die Schlachten, die man geschlagen hat. Die Entscheidungsschlacht war das Abitur. Als glorreiche Gewinner gingen alle daraus hervor. Letztlich auch Dank der Lehrer, die sie bei den vielen kleinen und großen Schlachten ihrer Schullaufbahn unterstützten. Nach der feierlichen Zeugnisvergabe und den Preisverleihungen singt der Abichor „Viva la Vida“ (Es lebe das Leben) – ab jetzt „Offleyen“.