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Die Innenstadt wird weiterhin saniert

Die Innenstadt wird weiterhin saniert

Neben der Förderung privater Modernisierungen soll auch die Betreuung der städtischen Gebäude verbessert werden

Auch in diesem Jahr beantragt die Stadt Mittel des Bundes für das Sanierungsgebiet in der Blieskasteler Altstadt. CDU und Grüne im Stadtrat hätten sich dabei insbesondere für die weitere Förderung privater Modernisierungsmaßnahmen ausgesprochen. Diese Förderung beantrage die Stadt schon seit vielen Jahren und habe 2015 auch die Beratung für die Bauherren mit einem externen Dienstleister verbessert. Das Angebot wird laut Stadtverwaltung auch sehr gut angenommen. "Aus unserer Sicht kommen den privaten Maßnahmen eine ganz besondere Bedeutung zu. In den vergangenen beiden Jahren wurden viele Gebäude privat saniert. Das verdient auch weiterhin unsere Unterstützung", so die beiden Fraktionschefs Holger Schmitt (CDU) und Lukas Paltz (Bündnisgrüne).

Weiterhin wollen die Koalitionspartner das Gelände des alten Bauhofes in der Blickweiler Straße genauer unter die Lupe nehmen. Das Gelände sei im Altlastenkataster des Landes erfasst. Bevor es neu in Wert gesetzt werden kann, müsse ein detailliertes Bodengutachten erstellt werden. Auch dafür wollen CDU und Grüne Zuschüsse beantragen. Im vergangenen Jahr hätte die Stadt mit Unterstützung der Koalition auch Zuschüsse für eine Machbarkeitsstudie zur Bliesgaufesthalle beantragt. Die Koalition wolle eine Kooperation mit einem Biosphärenhaus prüfen. Die Vorbereitungen hierzu liefen. Des Weiteren wollen CDU und Grüne gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Betreuung städtischer Gebäude verbessern und an einer zentralen Stelle bündeln. Im vergangenen Jahre sei dazu auch eigens eine Stelle neu ausgeschrieben worden. Doch trotz mehrfacher Ausschreibung fänden sich keine geeigneten Bewerber. Nun solle erneut eine Stelle ausgeschrieben werden, aber mit geändertem Profil.

"Die Neuordnung der Immobilienverwaltung ist dringend notwendig. Aber wir benötigen dafür auch qualifiziertes Personal", erklärten die Fraktionschefs Holger Schmitt und Lukas Paltz. Es gehe um Zeit und Geld: Denn bislang würden die Gebäude der Stadt je nach Zuständigkeit von den unterschiedlichen Fachbereichen betreut, die dabei auf das Bauamt oder den Bauhof zurückgreifen. "Die Neueinstellung hätte sich schon bezahlt gemacht", sind sich CDU und Grüne sicher. Nun solle die Verwaltung einen erneuten Anlauf unternehmen.

Die Betreuung der städtischen Infrastruktur sei angesichts der öffentlichen Finanznot und der demografischen Entwicklung eine der größten Herausforderungen der Stadt. Auch bei Energie, Wartung und Instandhaltungsmaßnahmen sehen CDU und Grüne "noch erhebliches Optimierungspotenzial. Neben der Haushaltssanierung könnte auch der Umwelt- und Klimaschutz wirkungsvoll unterstützt werden", heißt es in einer Presseerklärung der Fraktionschefs abschließend.

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