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Die ersten Mitarbeiter der Uniklinik in Homburg sind geimpft

Uniklinik Homburg : Die ersten Impfungen an der Uniklinik

84 Bedienstete des Großkrankenhauses erhielten ihre erste Dosis. Vorrang hatten Covid-19-Stationen und Notaufnahmen.

(red) Am Montagmorgen um 9.30 Uhr starteten im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg (UKS) die ersten Covid-19-Schutzimpfungen für 84 Bedienstete des Klinikums. Das UKS hatte zuvor bereits eine interne Priorisierungsliste erstellt, die sich nach den Vorgaben der STIKO-Impfempfehlung, der Corona-Impfverordnung des Bundes sowie der saarländischen Priorisierungsliste „Impf-Priorisierung des Personals in Krankenhäusern“ richtet. „Unsere bereits im Dezember gegründete Impf-Arbeitsgruppe hat hier hervorragende Vorarbeit geleistet, so dass wir unmittelbar nach dem Startsignal des Gesundheitsministeriums als erstes der saarländischen Krankenhäuser mit der Impfung bei uns beginnen konnten“, erklärt Professor Wolfgang Reith, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKS.

Geimpft wurde heute zuerst medizinisches Personal des UKS, das unmittelbar Covid-positive Patientinnen und Patienten versorgt oder in den Notaufnahmebereichen arbeitet. Die Impfung erfolgte durch ein mobiles Impf-Team des Saarlandes, unterstützt von dem Betriebsärztlichen Dienst des UKS.

Es ist vorgesehen, in der nächsten Zeit am UKS zuerst rund 300 Personen zu impfen. Die weiteren Impftermine im Klinikum hängen von der Impfstoff-Verfügbarkeit ab. Das Universitätsklinikum des Saarlandes ist das erste von sechs saarländischen Krankenhäusern, in denen in dieser Woche priorisiertes Personal erstmals vor Ort geimpft wird (wir berichteten).

Das UKS stellt eine Rund-um-die-Uhr-Notfall- und Akutversorgung für die gesamte Region sicher. In der Corona-Pandemie ist das UKS im Saarland das Zentrum, in dem Corona-Patienten durch hochqualifiziertes Personal und mit modernster intensivmedizinischer Technik versorgt werden. Unter anderem steht hier die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) zur Verfügung. Im Notfall wird mittels dieser intensivmedizinischen Medizintechnik die Atemfunktion des Patienten übernommen.

Gleichzeitig gehen vom Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg mehrere vielversprechende Corona-Forschungsprojekte aus.

Mitarbeiter der Lungen-Intensivstation waren bei den ersten Impflingen. Den Auftakt machte Jessica Hemm-Doerfert vom Pflegeteam dieser Station, auf der am UKS die schwerkranken Corona-Patientinnen und -Patienten primär versorgt werden.„Ich freue mich sehr darüber, dass wir den ersten Kolleginnen und Kollegen nun die Impfung am UKS anbieten können. Wir hatten heute einen sehr guten Auftakt und ich hoffe, dass wir die Impfungen am UKS bald weiterführen können. Auch ich persönlich werde mich sehr gerne impfen lassen, sobald genügend Impfstoff verfügbar ist und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meiner eigenen Klinik und ich auf der Priorisierungsliste an der Reihe sind“, so Reith, der den Impfauftakt am Universitätsklinikum persönlich begleitete.

„Wir danken der Landesregierung für diese Anpassung der Impfstrategie sehr. Alle Verantwortlichen im Klinikum haben sich seit Wochen für diese Lösung der Impfung der Bediensteten vor Ort eingesetzt. Aufgrund der dynamischen Situation konnten diese Wünsche zu Beginn der Impfungen aber nicht umgesetzt werden. Aus organisatorischen und logistischen Gründen wurde auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der entsprechenden Prioritätsgruppe die Anmeldung in den drei Impfzentren empfohlen. Diese Anmeldungen in den Impfzentren laufen nun zumindest in der Anfangsphase der Impfungen im UKS parallel weiter“, so Reith weiter.