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Die "Doof Nuss" ist das Aushängeschild der Kaschtler Fastnacht

Die "Doof Nuss" ist das Aushängeschild der Kaschtler Fastnacht

Blieskastel. Den waschechten Faasenachtler ohne Furcht und Tadel Peter Rebmann lässt der Narrhalla-Virus richtig aufblühen. Seit 33 Jahren verbreitet der Kaschtler Fröhlichkeit aus der Bütt. "Mit 13 Jahren stand ich erstmals mit meinem Vater Anton auf der BKG-Bühne", erinnert sich der heute 46-Jährige

Blieskastel. Den waschechten Faasenachtler ohne Furcht und Tadel Peter Rebmann lässt der Narrhalla-Virus richtig aufblühen. Seit 33 Jahren verbreitet der Kaschtler Fröhlichkeit aus der Bütt. "Mit 13 Jahren stand ich erstmals mit meinem Vater Anton auf der BKG-Bühne", erinnert sich der heute 46-Jährige. "Später gab es einige Jahre ein Duo mit Steffen Welsch, seit närrischen elf Jahren mache ich auch als Reeb und Bretche im Duett mit Alex Weißbrodt meine Späße", so das derzeit berühmteste Mitglied der BKG "Nix wie druff" und der Hinnereckschen Karnevalgesellschaft HKG. Seit seinen beiden Siegen im Wettbewerb um den besten Büttenredner des Saarlandes ist Peter Rebmann jedoch als "Doof Nuss" im Saarland und in der Pfalz ein viel gefragtes und gern engagiertes Büttenass. "Etwa 25 Auftritte dürften nach der Session zusammenkommen, aus Zeitgründen musste ich weitere Anfragen absagen", so Rebmann, der seine Witze und Pointen teils von Freunden, aus der Tageszeitung oder aus dem Internet bezieht. "Die Figur der Doof Nuss hatte schon meinen Vater Anton bekannt gemacht. Es gibt zwar viele Nachahmer, aber nur in Blieskastel gibt es das Original, da vom Vater auf den Sohn übertragen." Die Natur meinte es gut mit dem Rebmann Peter, segnete ihn mit einem gesunden Optimismus. "Ich bin selten nachtragend. Auch wenn es immer wieder heißt, die aktiven Fastnachtler würden nach außen hin keinen Spaß verstehen", sagt die Frohnatur, die bei den Auftritten auf Einhaltung der verbalen Sitten Wert legt. "Keine Büttenrede darf bei mir unter die Gürtellinie gehen, Beleidigungen oder Beschimpfungen sind für mich tabu." Während des gesamten Jahres macht sich der gelernte Heizungs- und Sanitärbaumeister Notizen, die später in seine Vorträge einfließen. "Etwa 15 bis maximal 20 Pointen, das muss reichen." Mit der Büttenrede allein ist es jedoch nicht getan. "Allein für das aufwändige Schminken der "Doof Nuss" gehen 45 Minuten drauf. 15 Minuten Umziehen und nach dem Auftritt dann das Abschminken", weiß Peter Rebmann um die Zeit des unmittelbaren Fastnachts-Fröhlichseins. BKG-Präsident Elmar Becker ist stolz auf sein Zugpferd, das die BKG "Nix wie druff" weit über Stadtgrenzen hinaus bekannt mache. Für die BKG-Nachwuchstalente Franziska Bock (17) und Cindy Mohler (18) fertigt der vielseitige Rebmann daneben auch deren Büttenreden. Wie sieht es mit den immer höheren Ansprüchen des durch die vielen Fernseh-Sitzungen verwöhnten Publikums aus? "Da gibt es für mich schon einen gewissen Druck. Doch ich bin Amateur und kein Profi, und dies soll auch so bleiben. Mein Publikum kennt und schätzt mich als Doof Nuss. Mich freut es, wenn ich den Menschen in der fünften Jahreszeit mit meiner Fröhlichkeit den Abend angenehmer gestalten kann."

Auf einen BlickPeter Rebmann als "Doof Nuss" ist am heutigen Freitag in der SR -Fernsehsendung "Wir im Saarland" (18.50 Uhr) ebenso zu sehen wie am morgigen Samstag im Südwest- Fernsehen in der Aufzeichnung der Saarländischen Narrenschau aus Wadern (20.15 Uhr). Bei der abendlichen Prunksitzung der BKG (20.11 Uhr) in der Bliesgau-Festhalle darf er ebenfalls nicht fehlen. hh