100 Jahre Sportverein feiert sein 100-jähriges Bestehen

Altheim · Seit einem Jahrhundert gibt es den Traditionsverein bereits. Grund genug, auf die bewegte Vereinsgeschichte zturückzublicken.

2020 gab der langjährige Vorsitzende Klaus Schmitt (links) den Führungsstab beim SV Altheim-Böckweiler an den derzeitigen Vorsitzenden David Sandmeier weiter.

2020 gab der langjährige Vorsitzende Klaus Schmitt (links) den Führungsstab beim SV Altheim-Böckweiler an den derzeitigen Vorsitzenden David Sandmeier weiter.

Foto: Wolfgang Degott

Im Rahmen der Stadtmeisterschaft , die bis zum 23. Juli in Altheim ausgetragen wird, feiert der SV Altheim-Böckweiler am Samstag, 22. Juli, ab 19 Uhr, sein 100-jähriges Bestehen.

Der Traditionsclub mit seinen knapp 180 Mitgliedern, wurde 1923 gegründet. Als ersten Vorsitzenden hatten die Mitglieder Georg Stenger gewählt, das erste Spiel fand in Mimbach in der B-Klasse statt.

In den Anfangsjahren mussten die Fußballer mangels eigenen Platzes an anderen Orten im Dorf dem Ball nachjagen, darunter an der Station des Wasserwerkes, am Zollstock oder an der Brenschelbacher Straße. Zehn Jahre nach der Gründung wurde der Verein in DJK umbenannt. Während des Zweiten Weltkrieges ruhte der Spieltrieb für sechs Jahre.

 Die Meistermannschaft des SV Altheim-Böckweiler in der Saison 1969/70. Zu sehen sind dabei (hinten von links) Vorsitzender Günther Schwarz, Herbert Ast, Helmut Schieber, Franz Klingler, Alfons Rabung, Karl-Heinz Maurer, Heinrich Scheid, Paul Faber und Trainer Richard Gräbel sowie (vorne von links) Bernhard Schmitt, Alois und Harald Müller, Edwin Bitsch und Klaus Ast.

Die Meistermannschaft des SV Altheim-Böckweiler in der Saison 1969/70. Zu sehen sind dabei (hinten von links) Vorsitzender Günther Schwarz, Herbert Ast, Helmut Schieber, Franz Klingler, Alfons Rabung, Karl-Heinz Maurer, Heinrich Scheid, Paul Faber und Trainer Richard Gräbel sowie (vorne von links) Bernhard Schmitt, Alois und Harald Müller, Edwin Bitsch und Klaus Ast.

Foto: SV

Von 1946 bis 1950 wurde an der Feldscheune in Böckweiler gespielt. 1956 nahmen erstmals Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil. Zu Auswärtsspielen musste damals noch gelaufen werden. Umkleidekabinen am Sportheim gab es nicht. 1967 und 1970 konnte der Verein die bisher einzigen Meisterschaften der ersten Mannschaft feiern.

Dank der Spielklassenreform des Saarländischen Fußball-Verbandes (2009) stieg die aktive Mannschaft in die Bezirksliga Homburg auf, der sie bis zur letzten Saison angehörte. Seit sechs Jahren besteht mit der benachbarten SG Parr Medelsheim eine Spielgemeinschaft, firmieren die aktiven Mannschaften unter FSG Parr-Altheim.

Mit der Vizemeisterschaft gelang jetzt der Aufstieg. Die Elf von Spielertrainer Johannes Federmeyer gehört in der kommenden Saison zu den Teams der Landesliga Ost. Umfangreiche Arbeiten am Sportplatz und der Bau des Sportheimes sowie die Installation der Flutlichtanlage folgten 1973. 1981 und 1993 wurde die Anlage, insbesondere das Sportheim durch ein verheerendes Hochwasser der Bickenalb in Mitleidenschaft gezogen, die Umkleideräumlichkeiten renovierte der Club 1982.

Die im selben Jahr als Sparte aufgenommene Sportart Tennis gliederte sich neun Jahre später als eigenständiger Verein aus. Eines der größten Projekte in den zehn Jahrzehnten war der Bau des Rasenplatzes.

Dazu der seit 2020 amtierende Vorsitzende David Sandmeier: „Für unseren kleinen Verein war das damals kein leichtes Unterfangen. Nur gemeinsam und mit vereinten Kräften konnte das Vorhaben damals gemeistert werden. Noch heute sind wir darauf sehr stolz.“ Im letzten Jahr wurde wieder mit einem großen Eigenanteil das Sportheim saniert, die Fenster, Heizung, der Boden, die Decke sowie der Kabinentrakt und der Sanitärbereich erneuert.

Ein fester Bestandteil im jährlichen Terminkalender sind die Sport-Rock-Tage an Pfingsten und dem dabei durchgeführten Sportfest. So verbindet der Club Kultur und Sport und hat sich damit auch überregional einen Namen gemacht. Nach der Wiedergründung 1946 hatte der Club neben Sandmeier, Klaus Schmitt, Franz Quack, Ferdinand Vogel, Hermann Huff, August Schanding, Alfons Huppert, Günther Schwarz, Ewald Martin, Karl-Heinz Quoiffy und Emil Gehrlein als Vorsitzende.