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Der Ortsrat will Fahrradboxen für Blieskastel

Aus der Kommunalpolitik in Blieskastel : Eine neue Verbindung im Schellental

Der Ortsrat Blieskastel-Mitte fasst mehrere Beschlüsse, mit denen die Stadtteile radfreundlicher werden sollen.

In der Sitzung des Ortsrats Blieskastel-Mitte im Rathaus-Saal erläuterte Ortsvorsteher Jürgen Trautmann (CDU) zu Beginn die Maßnahmen für den Haushalt 20121/2022 in Alschbach, Lautzkirchen und Mitte. Nach engagierter Diskussion notierte Schriftführerin Norgard Brockmann-Gaa nach einstimmigem Beschluss pro Jahr jeweils 10 000 Euro für die Anschaffung von Fahrradboxen, je 3000 Euro für Geschwindigkeitsanzeigetafeln und 3000 Euro für die Sanierung der Spielplätze, so für drei Schaukelpferdchen für kleinere Kinder in der Altstadt und für den Kita-Spielplatz Alschbach.

„Spielplätze, Jugend und Radverkehr sind bevorzugte Vorhaben“, hielt Martin Dauber (Grüne) fest, der zusammen mit Anna Uhl und Lara Enslin für seine Fraktion einen Vorschlag zur Verbesserung des Radwege-Netzes einbrachte. „Immer mehr Radtouristen besuchen unsere Stadt. Und immer mehr Bürger bewältigen kurze Strecken mit dem Rad. Der Ortsrat sollte diesem gestiegenen Bedürfnis Rechnung tragen“, so Dauber.

Einstimmig fiel der Beschluss aus, wonach der Ortsrat die Verwaltung beauftragt, die Kosten zu ermitteln, um auf der Bliesbrücke zwischen der City und Webenheim sowie in der Bliesgaustraße Markierungen für eine Fahrradspur anzubringen. Der Ortsrat steuert aus seinem Budget 1000 Euro dazu. Auch soll die Ortsdurchfahrt Lautzkirchen zwischen St. Ingberter und Bliesgaustraße radfreundlicher gestaltet werden.

Für die Aufwertung der Naherholungsgebiete sieht der Haushalt pro Jahr 3000 Euro vor. Wie Mathias Zumpf, Sprecher der SPD-Fraktion erläuterte, sei der Weg zwischen Schellental und Ludwig-Eid- und Schlossbergstraße als Schulweg und als fußläufige Verbindung des Kindergartens mit dem Schellental zwar vom Bewuchs befreit, verfaulte Treppenstufen-Einfassungen aus Holz ersetzt, es fehle jedoch ein Handlauf und eine Beleuchtung, um den Weg für Anwohner und Spaziergänger freundlicher zu gestalten. Das Projekt könne vom Land und Kreis Fördermittel bekommen, so Zumpf, der auch ein Geländer am Weg zwischen Kirchstraße und Dekan-Albrecht-Straße vermisst.

Dieser Weg verbindet neben dem Käthe-Luther-Haus das Wohnviertel „Auf der Agd“ fußläufig mit der Innenstadt. Nach der Sanierung könne einer Schätzung nach das Geländer für 4700 Euro hergestellt werden. Für die CDU-Fraktion wies Jutta Schmitt-Lang darauf hin, dass in der Vergangenheit mit verschiedenen Programmen eine große Anzahl von Obstbäumen am Rand von Feldwegen durch die Stadt gepflanzt worden sei, Karl-Heinz Dörge vom Umweltamt habe sich hier verdient gemacht.

Die Bäume gehörten der Allgemeinheit, mithin auch deren Früchte. Das kommunale Gremium beauftragte nach dem CDU-Vorschlag die Stadtverwaltung, eine Liste dieser Obstbäume zu erstellen und diese dann mit gelben Bändern (“Ernte frei“) und roten Bändern („Finger weg vom Obst“) zu kennzeichnen.

Weitere Themen in der Sitzung des Ortsrates Mitte waren ein gemeinsamer Antrag von Christdemokraten sowie Bündnis 90/Die Grünen für einen Dolmusch-Baustellentarif sowie die Gestaltung des Geländes rund um den Gollenstein. > Bericht folgt.