Aus unserer Serie „Bliesgau? Natürlich!“ Der Dorfplatz in Böckweiler soll noch lebendiger werden

Böckweiler · (bub) In unserer Serie „Bliesgau? Natürlich“ sind wir heute in Böckweiler bei dem parteilosen Ortsvorsteher Helmut Ruf (68) zu Gast. Er ist offenbar sehr beliebt. Autofahrer winken ihm, ein Radfahrer grüßt und der Mann am Dorfbrunnen beklagt sich, dass kein Bier aus dem Hahn kommt.

 Ortsvorsteher Helmut Ruf aus Böckweiler auf dem Dorfplatz mit der Kirche. Die Kirche ist ein Kleinod in der Unesco-Biosphärenregion.

Ortsvorsteher Helmut Ruf aus Böckweiler auf dem Dorfplatz mit der Kirche. Die Kirche ist ein Kleinod in der Unesco-Biosphärenregion.

Foto: BeckerBredel

Das müsse er als Ortsvorsteher doch ändern können. „Ich kümmere mich darum“, sagt Ruf, lacht und freut sich, dass ihm so viel Freundlichkeit entgegenschlägt. „Deswegen bin ich auch Ortsvorsteher“, sagt der pensionierte Bankkaufmann der Sparkasse Südwestpfalz, der nach dem frühen Tod seines Amtsvorgängers Peter Weinmann dessen Arbeit fortführen wollte. „Peter war ein Sportkamerad, die Stellvertreter wollten es nicht machen, also habe ich mich bereiterklärt, obwohl ich da noch nicht in Rente war“, sagt er heute und tut es nach wie vor gern, wie er sagt. Der Vater zweier Kinder und Großvater lebt seit über 40 Jahren in Böckweiler, zugereist aus Mittelbach. Wenn er „in die Stadt“ fährt meint er Zweibrücken, dort war er beruflich verankert. Trotzdem fühle er sich dem saarländischen 340-Seelen-Ort ungemein verbunden, hier habe er sich vor acht Jahren als Spätberufener kommunalpolitisch engagiert, das Erbe Weinmanns anzutreten, war sein Impuls. „Es ist auch schön, dass wir hier eine Bürgerliste haben und keine Parteiliste. Keiner der sieben Ortsräte gehört einer politischen Partei an, wir entscheiden rein im Interesse des Ortes“, freut er sich und will noch Ortsvorsteher bleiben, bis die laufende Wahlperiode endet. „Dann bin ich 71 und will es in jüngere Hände geben.“ Um Nachwuchs sei es nicht schlecht bestellt, er sei ohnehin der Älteste im Ortsrat. „Wir haben da noch nie drüber geredet, es hat ja auch noch Zeit.“ Er habe noch niemanden konkret im Blick, das werde sich finden. Aktuelle Projekte in Böckweiler seien ein neues Dach für das Wartehäuschen am Dorfplatz und ein neuer Fußweg zur Kirche. Beides sei bewilligt und könne in Auftrag gegeben werden. Die Stadt müsse die Projekte nur noch ausschreiben. Bald könne man auch die Grillhütte am Sportplatz einweihen, wo mit viel Eigenleistung und der unvermeidbaren Corona-Verzögerung das Projekt kurz vor dem Abschluss stehe. Es würde noch ein Anstrich vorgenommen und Bänke aufgestellt, dann könne die Einweihung erfolgen.

Wünsche hat man auch: So träume man von einer Umgestaltung des Dorfplatzes und um Erweiterung mit Wassertretbecken und Wasserspielpatz. Die ganzjährig laufende Quelle stelle sicher, dass man Wasser dafür habe. Dieses Wasser speise jetzt schon den Brunnen und den Teich. Damit könnte man den Dorfplatz noch lebendiger machen, ist sich Ruf sicher. Stolz ist man in Böckweiler auf die Kirche, die mit großem Aufwand eine Innensanierung erfahren hat. Perfekt wäre es, wenn man sie jetzt noch einmal außen neu streichen könnte.

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