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Der Bliestal-Freizeitweg bleibt nach Unwettern noch länger gesperrt

Der Bliestal-Freizeitweg bleibt noch länger für Fußgänger und Radfahrer gesperrt : Hier kann man nur mit höchstem Risiko verweilen

Der Bliestal-Freizeitweg bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Der Landesbetrieb für Straßenbau warnt die Bürger vor übergroßem Leichtsinn.

Um Menschenleben nicht zu gefährden, bleibt der Bliestal-Freizeitweg auf einer Länge von rund 16 Kilometern bis auf Weiteres gesperrt. Das hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mitgeteilt. Akute Gefahr, die nach den andauernden Regenfällen und Stürmen von umstürzenden Bäumen und abbrechenden Ästen ausgeht, hat den LfS zu dieser einschneidenden Maßnahme bewogen.

Unsere Zeitung hat sich jetzt über die weiteren Details und Zukunftsaussichten hinsichtlich des Freizeitwegs informiert: bei Klaus Kosok, dem Sprecher der Behörde mit Sitz in Neunkirchen. Vor allem stellt sich die Frage, wie verhindert werden kann, dass Radfahrer oder Fußgänger den Sperrbereich nicht doch, und zwar widerrechtlich, nutzen? Darauf antwortet Klaus Kosok wie folgt: „Da die Gefahren für die Verkehrssicherheit nicht kurzfristig beseitigt werden können, muss jedenfalls vor ihnen gewarnt werden, was durch die Aufstellung entsprechender Verkehrszeichen erfolgt. Die Straßen- und Autobahnmeisterei Rohrbach hat alle offiziellen Zu- und Abgänge zum Weg – an insgesamt 21 Stellen – mittels Absperrschranken, dem Verkehrszeichen ,Verbot für Radverkehr’, dem Verkehrszeichen ,Verbot für Fußgänger’ und weiterer Hinweise mit dem Schriftzug ,Sperrung wegen Windbruch’ abgesperrt.“ Setze sich ein Verkehrsteilnehmer bewusst über die Absperrung hinweg, so handele er auf eigenes Risiko. Wichtig sei, dass die Gefahrensituation für die Bürger hinreichend erkennbar ist, so dass er sein Verhalten darauf einstellen kann. Und warum können nicht einzelne Streckenabschnitte geöffnet bleiben, an denen es keinen Baumbestand gibt? Es gebe, so der LfS-Sprecher, keine gesperrten Streckenabschnitte, also Abschnitte des Bliestal-Freizeitwegs, an dessen Anfang und Ende ein Anschluss an das öffentliche Straßennetz bestehe, ohne kritische Bäume im Einflussbereich des Weges. „Natürlich treten die Gefahren für die Verkehrsteilnehmer immer nur punktuell im unmittelbaren Umfeld der kritischen Bäume auf. Im Sinne einer Wege-Durchgängigkeit ist eine teilweise Öffnung der Streckenabschnitte allerdings zurzeit nicht möglich. Sackgassen-Bildung wäre zudem für Radfahrer weder nützlich noch sinnvoll“, heißt es dazu weiter.

Nächste Frage: Wann beginnt die Ermittlung des Gehölz-Zustandes? Und wie lange werden die Beschnitt-Arbeiten dauern? Dazu teilt Kosok mit, dass noch in dieser Woche die Baumüberprüfung erfolge.

Die Gehölzrückschnitt-Arbeiten sollen danach unverzüglich aufgenommen werden. Aufgrund des großen Arbeitspensums würden die Maßnahmen bis in den Monat März andauern. Der LfS strebe an, den Rückschnitt bis zum Beginn der Freiluft-Saison abzuschließen und den Weg wieder freizugeben. Der Landesbetrieb stehe zudem mit der Stadt Blieskastel und der Gemeinde Gersheim in Kontakt, „um die am stärksten genutzten Streckenabschnitte zu identifizieren“. Diese sollen zeitlich bevorzugt bearbeitet und somit als erstes für den allgemeinen Verkehr frei gegen werden. Voraussetzung sei, dass sie jeweils über einen Ab- und Zugang verfügen und folglich ohne Sackgassen-Bildung nutzbar seien.

Für den Fahrradverkehr, so der Pressesprecher der saarlandweit agierenden Behörde, sei eine durchgängige Umleitungsbeschilderung auf dem öffentlichen Straßennetz für folgende Fahrbeziehungen eingerichtet: Radler, die aus dem Süden/Frankreich kommen, werden ab der Bundesgrenze in Reinheim mittels Umleitungsbeschilderung über das öffentliche Straßennetz bis in die Stadtmitte Blieskastel geführt. Dort erfolgt wieder der Anschluss auf den ab dort nicht mehr gesperrten Fahrradweg. Radfahrer, die aus dem Norden, also aus Richtung Lautzkirchen kommen, werden ab der Stadtmitte Blieskastel mittels Umleitungsbeschilderung über das öffentliche Straßennetz bis in an die Bundesgrenze in Reinheim geführt. Dort erfolgt wieder der Anschluss an den ab dort nicht mehr gesperrten Fahrradweg.

Radfahren oder spazieren gehen auf dem Bliestal-Freizeitweg sollte man zurzeit tunlichst vermeiden. Unser Foto entstand am Mittwoch. Foto: Hans Hurth

„Für die Dauer der Sperrung werden auch die einzelnen Zu- und Abgänge zum Fahrradweg sukzessive mittels Beschilderung an die Umleitung angeschlossen“, heißt es abschließend.