Der Bliesgau als Schauplatz des Bauernkrieges Als 18 000 Bauern beim Blutbad von Saverne niedergemetzelt wurden

Vor 500 Jahren kam es auch im südlichen Bliesgau zu teilweise dramatischen Ereignissen im Zusammenhang mit der „Revolution des gemeinen Mannes“.

 „Das Massaker von Zabern am 17. Mai 1525“ ist diese zeitgenössische Darstellung des Blutbads betitelt. 31 Bauern aus Medelsheim und Umgebung wurden dabei von Landsknechten niedergemetzelt.

„Das Massaker von Zabern am 17. Mai 1525“ ist diese zeitgenössische Darstellung des Blutbads betitelt. 31 Bauern aus Medelsheim und Umgebung wurden dabei von Landsknechten niedergemetzelt.

Foto: Repro: Martin Baus​

„Als Adam grub und Eva spann, wo war denn da der Edelmann?“: Diese provozierende Frage, die ihren Ursprung in England hat und deren Beantwortung sich von selbst ergibt, wurde sozusagen zum Schlachtruf während des deutschen Bauernkrieges. Just 500 Jahre ist es her, dass sich die bäuerliche Unterschicht gegen die traditionelle Gesellschaftsordnung auflehnte – eben gegen die vermeintlich von Gott gegebene Allmacht des Adels und der Kirche über den größten Teil der Bevölkerung, die Bauern. 1524/25 probten sie mit dem Mut der Verzweiflung den Aufstand gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Die saarpfälzische Region spielte in dieser folgenschweren Auseinandersetzung zwar keine Hauptrolle wie etwa das Elsaß, Schwaben, Franken oder Thüringen. Gleichwohl kam es vor allem im südlichen Bliesgau zu teilweise dramatischen Ereignissen im Zusammenhang mit der „Revolution des gemeinen Mannes“.