Am Gymnasium in Blieskastel Das Von der Leyen-Gymnasium von seiner musikalischen Seite

Blieskaste · Gleich mehrere Ensembles aus Schülern, Lehrkräften und Ehemaligen begeisterten bei ihrem Konzert in der Blieskasteler Schlosskirche.

Das jährliche Konzert des Von-der-Leyen-Gymnasiums mit einem bunten musikalischen Programm fand wieder in der Schlosskirche statt.

Das jährliche Konzert des Von-der-Leyen-Gymnasiums mit einem bunten musikalischen Programm fand wieder in der Schlosskirche statt.

Foto: Erich Schwarz

l „Ich verspreche Ihnen ein abwechslungsreiches Programm und einen unterhaltsamen Abend mit viel Musik“, hatte Oberstudiendirektor Christoph Kohl, Schulleiter des Von der Leyen-Gymnasiums, bei seiner Begrüßung versprochen. Und am Ende konnte man feststellen: Versprechen gehalten! Das Schulkonzert des Blieskasteler Gymnasiums hat ein lange Tradition, allerdings eigentlich in der Bliesgau-Festhalle und nicht in der Schlosskirche. Dorthin musste man nun schon im zweiten Jahr ausweichen, weil sonst kein Veranstaltungsort in Blieskastel-Mitte vorhanden ist. Als Kohl übrigens diese Tatsache mit der Hoffnung verband, dass Blieskastel „hoffentlich bald wieder über einen adäquater Veranstaltungsort verfügt“, erhielt er starken Applaus vom Publikum.

Aber zurück zum Konzert: Die Schülerinnen und Schüler (die „Leyen-Peppers“) hatten sich – auch das hat schon eine lange Tradition- in einer Musikfreizeit im Baerenthal im Bitcher Land auf das Konzert vorbereitet. Und der Erfolg gab den Musikpädagogen Susanne Gastauer, Christoph Nicklaus und Barbara Buhr recht. Die Leyen- Peppers zeigten in der Tat einen Auftritt mit viel Pep, musikalisch sehr sicher und nebenbei hatte man offensichtlich auch den Geschmack des Publikums getroffen. Und als dann der Shoop Shoop-Song von Cher auch noch mit einer fetzigen Choreografie verfeinert worden war, gab es tosenden und lang anhaltenden Applaus vom Publikum. Dirigentin Susanne Gastauer darf stolz auf die starke Leistung ihrer Schülerinnen und Schüler sein.

Eröffnet hatte den Abend ein Streicherensemble aus Lehrerinnen und Freundinnen mit drei Stücken („Adagio“ von Rolf Lovland, „Rondeau“ von Henry Purcell und „The Love of God“ vom Loben String Quartett). Und es gelang den fünf Musikerinnen mit der relativ kleinen Besetzung doch, einen satten und dichten Klangteppich zu weben. Auch hier gab es den verdienten großen Applaus.

Zwei geistliche Stücke präsentierte dann zunächst der Von der Leyen-Chor, dem Chor aus Lehrerinnen und Lehrern, aktiven oder pensionierten, Ehemaligen und Eltern unter der Leitung von Christoph Nicklaus. Auch er ist schon einige Zeit im Ruhestand, bleibt aber musikalisch in seiner alten Schule immer noch aktiv. Nach den zwei geistlichen Werken („this little light of mine“ und „The Ground“) dann zwei weltliche Beiträge, das wunderschön anzuhörende Dirait-on von Morten J. Lauridsen und zum Abschluss den John Miles-Klassiker „Music“.

Unter der Leitung und dem engagieren Dirigat des Schulleiters dann der Auftritt des Schulorchesters. Auch hier hatte man ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Stücke gezeigt, der Bogen wurde gespannt vom Hauptthema von „Star Wars“ bis hin zu einem mitreißenden Tcha Tcha Tcha von Pablo Ruiz, der auch beim Publikum bestens ankam. Getoppt wurde das Ganze schließlich beim Finale. Hier reichte der Chorraum der Schlosskirche fast nicht aus für alle Akteurinnen und Akteure. Unter der Gesamtleitung von Christoph Kohl, der auch das Stück für diesen Anlass arrangiert hatte, brachten das Streicherensemble, das Schulorchester, die Leyen-Peppers und der Von der Leyen-Chor dann „Conquest of Paradise“ (Übersetzung: Die Eroberung des Paradieses) zu Gehör. Und mit diesem als Henry-Maske-Song bekannten Titel hatten die Akteure dann nicht unbedingt das Paradies, aber auf jeden Fall die Herzen der Zuschauer erobert. Es gab lang anhaltenden Applaus für diesen gelungenen und kurzweiligen Konzertabend.