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Corona-Verdachtsfälle in den Bliestal-Kliniken: Noch kein Testergebnis

Viel Verwirrung rund um die Bliestal-Kliniken in Zeiten von Corona : Ob sich tatsächlich der Verdacht erhärtet?

Corona-Verdachtsfälle in den Bliestal-Kliniken: Noch liegen laut Chefetage keine Testergebnisse vor.

Zunächst räumt er mal mit dem auf, was manche Medien oder Leute auf Facebook rund um die Mediclin Bliestal-Kliniken so in die Welt setzen: Thomas Schneider, Mediclin-Regionaldirektor für das Saarland und Bayern. Da gibt es offenbar ein großes Missverständnis, bei dem Fakten und Personen sich quasi vermengen. Denn zum einen hatte unsere Zeitung berichtet, dass die Klinikleitung – vor allem nach einer heftigen Leserbeschwerde – „eine Handvoll Patienten“ des Hauses verwies, also deren Reha-Maßnahme vorzeitig beendete, nachdem sie sich ohne ausdrückliche medizinische Erlaubnis beziehungsweise Sonderurlaub vom Gelände entfernten. Diese Leute, die sich übers Wochenende nicht an die Ordnung hielten, wurden zur Rede gestellt und mussten mit gepackten Koffern heim. Dabei ging es nicht darum, dass sie mal eben etwa für Besorgungen im Städtchen waren oder einen ihnen sehr nahestehenden Menschen vor der Tür trafen, was auch in Zeiten des neuartigen Virus erlaubt ist. Es ging um allgemein nicht statthaftes Tun, wie wir am Dienstag (24. März) berichteten.

Nun hatte unsere Zeitung tags darauf ebenso berichtet, dass es derzeit in der Lautzkircher Klinik drei Corona-Verdachtsfälle gibt, die sich sogleich einem Test unterziehen mussten. Thomas Schneider erklärt, dass die des Hauses verwiesenen Patienten nichts zu tun hätten mit den drei Verdachtsfällen. Im Übrigen gehe von diesen keinerlei Gefahr aus. Will heißen: Sie spazieren nicht durchs Haus und auch nicht durchs Gelände, sondern verbringen ihre Zeit der Rehabilitation in Isolation. Der Mediclin-Regionaldirektor will die Medien umgehend informieren, wenn die Testergebnisse besagter Personengruppe vorliegen.

Das kann heute oder auch morgen sein. Am Mittwoch hieß es auch, dass die Bliestal-Kliniken im engen Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt im Saarpfalz-Kreis stehen. Zur Beruhigung: In der Fachklinik sind derzeit weder Mundschutz noch Schutzkleidung vorgeschrieben.