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Collegium Vocale Blieskastel besteht seit 30 Jahren

Collegium Vocale Blieskastel : Ein musikalischer Botschafter feiert

Seit 30 Jahren hat das Collegium Vocale Blieskastel viel beachtete Auftritte weit über die Grenzen des Saarpfalz-Kreises hinaus.

(red) Das Collegium Vocale Blieskastel feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Der Auftakt der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr wird am 22. März um 16 Uhr in der Blieskasteler Schlosskirche sein. Zur Aufführung kommt Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion. Bereits eine Woche danach, am 29. März, gestaltet das Blieskasteler Ensemble einen Evensong in der Pfarrkirche St. Sebastian Püttlingen. Am 17. Mai folgt dann die Aufführung von Haydns „Die Schöpfung“ in der Blieskasteler Schlosskirche. Vom 13. bis 18. Oktober steht eine Chorreise zum 30-jährigen Bestehen nach Österreich an. Diese führt die Sängerinnen und Sänger nach Linz und in das bekannte Kloster Wilhering, eines der bedeutendsten Klöster in Österreich.

Nach der Aufführung mehrerer Familienkonzerte des Saarländischen Rundfunks in Saarbrücken und Kaiserslautern kehrt das Collegium Vocale wieder mit der Aufführung von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium in die Blieskasteler Schlosskirche zurück. Dieses Konzert führt das Ensemble zurück zu seiner Entstehung. Denn genau vor 30 Jahren traten in der Schlosskirche die Sängerinnen und Sänger mit dem Weihnachtsoratorium zum ersten Mal an die Öffentlichkeit und wurden bereits damals mit höchstem Kritikerlob bedacht.

Die Gründung des Collegium Vocale vollzog sich im August 1990 in der Blieskasteler Orangerie. Gründer und auch noch heutiger Leiter ist Christian von Blohn, der 1990 noch Organist und Chorleiter an der Schlosskirche war. Heute ist er Dekanatskantor und Organist an den Kirchen St. Josef und St. Hildegard in St. Ingbert und Leiter des dortigen Bischöflichen Institutes für Kirchenmusik im Bistum Speyer.

Seit der Gründung folgten eine Reihe von Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, sowie Konzerte im In- und Ausland. Die Übertragung der bundesweit ausgestrahlten Sendung „Laudate“ in der ARD oder der Fernsehgottesdienst im ZDF war für die Sängerinnen und Sänger ebenso interessant wie die Konzerte in Frankreich (Paris), der Schweiz (Lausanne), Italien (Siena) oder England (Winchester und Westminster Kathedrale in London). Unvergesslich bleiben auch die Konzertreisen nach Norddeutschland oder an den Bodensee. Auf Einladung der Saarländischen Landesvertretung in Berlin stattete der Chor auch der Hauptstadt einen Besuch ab und gestaltete dort gleich drei Konzerte. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen waren ebenso Höhepunkte wie die Aufführungen im Speyerer Dom, in der benachbarten Pfalz und im ganzen Saarland. Besonders häufig trat das Ensemble natürlich im Saarpfalz-Kreis auf.

Das Collegium Vocale ist ein stimmlich ausgeglichenes Ensemble, das zurzeit etwa fünfzig Mitglieder zählt. Die Literatur umfasst Werke aus den unterschiedlichsten Epochen von der Renaissance bis zur Moderne. So gehört nicht nur das „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach zum Repertoire, sondern auch die „Johannes-Passion“, die „Matthäus-Passion“ und das „Magnificat“. Auch Mozarts „Krönungsmesse“, sein „Te Deum“, Haydns „Schöpfung“, die „Nelson“- und „Cäcilienmesse“ oder die Requien von Fauré, Brahms, Mozart und Verdi waren im Laufe der 30 Jahre schon zu hören.

Aber nicht nur große oratorische Werke stehen auf dem Programm. Jedes Jahr gestaltet das Ensemble die sogenannten A-cappella-Konzerte, bei denen der Chor ohne Begleitung singt. Hier waren Komponisten wie Rachmaninow, Bach, Bruckner, Palestrina, Schütz, Mendelssohn und John Rutter vertreten. Der Chor singt dabei nicht nur vierstimmige Werke, sondern auch doppelchörige, bis hin zu 40-stimmiger Chorliteratur. Kritiken attestieren dem Chor ein hohes Leistungsniveau.

www.collegium-vocale-blieskastel.de