1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Blieskastel

CDU will Ersatz für die Grünschnitt-Flatrate in Blieskastel

In dieser Sache berät der Stadtrat Blieskastel : Die CDU sucht nach Ersatz für die Grünschnitt-Flatrate

Die CDU-Stadtratsfraktion in Blieskastel sieht gute Chancen, eine Nachfolgelösung für die bisherige „Flatrate“ zur Grünschnitt-Annahme zu finden. Einen Antrag dazu haben die Christdemokraten im Stadtrat eingebracht.

„Die bisherigen Beratungen gehen in die richtige Richtung“, so CDU-Fraktionschef Holger Schmitt.

Wie Anfang des Jahres berichtet, gab es rund um die Flatrate-Regelung kuriose Auswüchse. Zur Erläuterung: Nach Beschluss des saarländischen Landtags im Abfallwirtschaftsgesetz obliegt die Entsorgung des Grünschnitts dem Entsorgungsverband Saar (EVS). In Blieskastel ist die Entsorgung so geregelt, dass die Firma Terrag die Bewirtschaftung der Hölschberg-Deponie vom Saarpfalz-Kreis übernommen hat. Dorthin wird der Grünschnitt der Blieskasteler Bürgerinnen und Bürger geliefert.

Man nahm anfangs an, dass auf einem „normal großen“ Grundstück im Jahr rund fünf Kubikmeter Grünschnitt anfallen würden. Doch alsbald wurde der Missbrauch der Flatrate-Regelung in einigen Fällen offenkundig: Insgesamt 35 Jahreskarten-Inhaber lieferten über 30 Kubikmeter an, weitere elf Faltratekarten-Inhaber hatten über das Jahr sogar mehr als 50 Kubikmeter angeliefert. Und der „unangefochtene Spitzenreiter“, so exakt stand es in der entsprechenden Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung, hatte es gar über das Jahr auf rund 150 Kubikmeter Grünschnitt gebracht, wie unsere Zeitung am 3. Januar berichtete.

Für den Stadtrat hat nun die CDU einen entsprechenden Antrag gestellt: Die Stadtverwaltung wird beauftragt, einen Ersatz mit Alternativlösungen zur bisherigen Flatrate zu entwickeln und dem Stadtrat zur Beratung vorzulegen. Dieser Antrag kann gemeinsam mit den anderen Fraktionen dann noch erweitert oder konkretisiert werden. „Wir wollen eine einvernehmliche und parteiübergreifende Lösung finden“, bekräftigte Schmitt. Auch für die bisherigen rechtlichen Bedenken sieht die CDU bei gutem Willen aller Beteiligten Lösungsmöglichkeiten. „Wir brauchen pragmatische und keine dogmatischen Lösungen, rechtzeitig vor der Gartensaison.“

Die CDU will damit auch illegalen Ablagerungen an Wald- und Wegerändern vorbeugen und verantwortungsvolle Grundstückseigentümer belohnen: Gartenbesitzer, die Obst- und Gartenbau betreiben, Bäume, Hecken und Stauden pflegen und damit vielen Vögeln und Insekten einen hochwertigen Lebensraum bieten: „Gerade in der Biosphäre Bliesgau sollte ein Stadtrat abwägen, was ihm der Erhalt dieser Gärten und Lebensräume finanziell wert ist.“