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Bürgernähe steht für Klaus Port ganz oben

Bürgernähe steht für Klaus Port ganz oben

Mit 16 Jahren trat Klaus Port das erste Mal in der Polizei in Erscheinung, heute, mit 60 Jahren, sagt er dem Dienst nun Ade. Der Leiter der PI Blieskastel, der immer sehr viel Wert auf ein gutes Verhältnis zu den Bürgern und der Verwaltung legte, verabschiedet sich in den Ruhestand.

Am 4. November wurde Klaus Port 60 Jahre alt, mit Ablauf des vergangenen Monats ging er in Ruhestand und ist ab dem heutigen 1. Dezember "rüstiger Pensionär", wie der Erste Polizeihauptkommissar und Ex-Leiter der Polizeiinspektion Blieskastel beim Besuch in der Redaktion Blieskastel mit einem verschmitzten Lächeln sagt. Nach Abschluss der Mittleren Reife am Von-der-Leyen-Gymnasium war er als 16-Jähriger am 1. Oktober 1971 als Polizeiwachtmeister auf Widerruf bei der saarländischen Bereitschaftspolizei eingetreten. Weitere Stationen waren dann der Besuch der Polizeischule Lebach und das Polizeirevier Ensheim. "Ab 1. Dezember 1974 habe ich beim damaligen Polizeirevier Blieskastel , das sich in der Von-der-Leyen-Straße befand, Dienst versehen. Besonders stolz bin ich heute noch darauf, dass meine Vorgesetzten mir damals schon zutrauten, als 20-jähriger Polizeimeister ganz alleine vier Wochen Dienst beim ehemaligen Polizeiposten Bebelsheim zu verrichten. Übrigens zur vollen Zufriedenheit, wie mir anschließend versichert wurde", so Klaus Port, dessen Vater ebenfalls Polizist war.

Vielfältige Aufgaben

Der 60-Jährige, der verheiratet ist, zwei Söhne hat - einer davon ist Polizist - und in Bebelsheim wohnt, war Anfang der 1990er Jahre im Innenministerium. Dort war er für Öffentlichkeitsarbeit, Aus- und Fortbildung der saarländischen Polizei und den Dienstsport zuständig. "Von 1992 bis 1998 habe ich bei der Polizeidirektion Ost umfangreiche Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der Direktionsleitung, aber auch der nachgeordneten Dienststellen gewonnen", betont der Bebelsheimer. "Ich fühlte mich deshalb für meine neue Aufgabe an alter Wirkungsstätte in Blieskastel , die ich am 1. Oktober 1998 angetreten habe, sehr gut vorbereitet." Was war ihm immer wichtig als Polizei-Chef in Blieskastel ? "Während meiner gesamten Dienstzeit lag mir stets die Bürgernähe am Herzen, die ich auch von meinen zuletzt 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Blieskastel , Gersheim und Mandelbachtal eingefordert habe. Wichtig ist, sich in die Rolle seiner Mitmenschen hineinversetzen zu können, selbst dann, wenn gegen sie als Störer oder mutmaßliche Straftäter vorgegangen werden muss. Nur Polizeibeamte, die gelernt haben, dass sie in ihrem Amt immer Bürger bleiben, können auch andere als solche behandeln", betont der Pensionär. Wichtig sei ihm auch die gute Zusammenarbeit mit den Verwaltungen in Blieskastel , Gersheim und Mandelbachtal gewesen. Dies gelte gleichermaßen für die Feuerwehren und Rettungsdienste, mit denen stets enger Kontakt gehalten wurde. Auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der französischen Polizei habe ihm am Herzen gelegen.

Engagement bei Schutzengeln

Wird er sich im Ruhestand langweilen? Port wie aus Pistole geschossen: "Ganz sicher werde ich keine Langeweile haben, weil der von mir im März 2009 gegründete gemeinnützige Blieskasteler Schutzengelverein für mich eine sinnvolle Freizeitaktivität bedeutet. Meine inzwischen rund sechsjährige Arbeit als Vorsitzender werde ich bis zu Neuwahlen im nächsten Jahr fortführen und auch danach meine Arbeitskraft und mein Wissen gerne in diese Tätigkeit investieren." Daneben werde er seinen Lieblingssport, das Laufen, weiterhin betreiben. Und nicht zuletzt ist da noch seine Frau, mit der Port jetzt öfter Bummeln gehen will.