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Bürgermeisterkandidaten in Blieskastel und Mandelbachtal im Dreierpack

Kolumne Unsere Woche : Bürgermeisterkandidaten im Dreierpack

In knapp zwei Monaten stellen sich auch im Blies- und Mandelbachtal die Bürgermeisterkandidaten zur Wahl. Während in Blieskastel etablierte Parteien ihre Favoriten aufstellen, gehen in Gersheim ein AfD-Mann und in Mandelbachtal ein Unabhängiger Kandidat ins Rennen.

Drei, drei, drei – kommunalpolitische Balgerei: Im Rennen um die Bürgermeisterposten im Blies- und Mandelbachtal muss man jeweils drei Mal hinschauen. In Blieskastel treten Amtsinhaberin Annelie Faber-Wegener (CDU) für eine weitere Amtszeit, Bernd Hertzler für die SPD sowie die Grüne Lisa Becker an. Die Sozialdemokratin Ellen Kugel hatte nach kurzem Aufstand und hartem Eingreifen der Genossen ihre Kandidatur kurz nach der Bewerbung wieder zurückgezogen. In Gersheim hat es CDU-Verwaltungschef Alexander Rubeck noch ein Stück schwerer, im ersten Anlauf über die 50 Prozent der Wählerstimmen zu kommen. Da ist erstens nicht mehr nur Kontrahent Michael Clivot. Der Walsheimer ist in der SPD bestens vernetzt und bekommt darüber hinaus von seiner Frau, der Staatssekretärin im Kultusministerium Christine Streichert-Clivot, sowie vom Walsheimer SPD-Fraktionschef im Landtag, Stefan Pauluhn, noch starken Rückenwind. Zum Zweiten geht in Gersheim – für politische Beobachter nicht überraschend – ein AfD-Kandidat ins Rennen. Der Bliesdalheimer Gerd Litzenburger ist in der pechschwarzen Gemeinde gewiss nicht zu unterschätzen. Er könnte zumindest für einen zweiten Wahlgang sorgen. Bleiben die drei Bewerber aus Mandelbachtal: CDU-Amtschef Gerd Tussing trifft hier auf eine Frau, nämlich SPD-Kandidatin Maria Vermeulen, immerhin Ortsvorsteherin im größten Mandelbachtaler Ort, und den Unabhängigen Stefan Schaeidt, für den FWG-Chef Gerhard Hartmann kräftig die Werbetrommel gerührt hatte. Dabei ist Schaeidt kein Unbekannter. Die Älteren unter uns werden sich erinnern: Stephan Schaeidt war im Jahre 1994 als Bürgermeisterkandidat der FWG in Mandelbachtal angetreten und gescheitert. Als 2011 Gerd Tussing und Alois Geller (SPD) aus Wittersheim für das Bürgermeisteramt kandidierten und die Klinge kreuzten, stand Schaeidt wieder auf der Matte. Er hatte sich kurz vor Ende der Bewerbungsfrist noch gemeldet, war aber vom Gemeindewahlausschuss nicht zur Wahl zugelassen worden, da seine Bewerbungsunterlagen unvollständig waren. Der damalige Bürgermeister Herbert Keßler (CDU) hatte erläutert, dass der FWG-Favorit nicht die nötigen Unterstützer-Unterschriften erreicht habe. Dies ist diesmal gelungen. Dass er den beiden anderen Bewerbern in die Suppe spucken kann, ist wohl eher nicht zu erwarten.