Bruder Massäus ist verstorben

Blieskastel/München. Der weithin bekannte Klosterbruder Massäus Dick (Foto: nw) ist vor wenigen Tagen in München gestorben. Bruder Massäus war 21 Jahre lang im Blieskasteler Wallfahrtskloster tätig und im Bliesgau insbesondere wegen seiner Fotografien und Diavorträge über die heimische Pflanzenwelt bekannt. Am 7

Blieskastel/München. Der weithin bekannte Klosterbruder Massäus Dick (Foto: nw) ist vor wenigen Tagen in München gestorben. Bruder Massäus war 21 Jahre lang im Blieskasteler Wallfahrtskloster tätig und im Bliesgau insbesondere wegen seiner Fotografien und Diavorträge über die heimische Pflanzenwelt bekannt. Am 7. Juli 1924 erblickte Stephan Eduard Dick, wie er mit seinem Taufnamen hieß, in Weipert (Böhmen, heute Veyprty, Tschechische Republik) das Licht der Welt. Er wuchs in seiner Familie mit weiteren vier Geschwistern auf. Nach der Volksschule erwarb er in seiner Heimat den Gesellenbrief als Tischler, wie die Kapuziner mitteilen. Am 29. Dezember 1946 trat er in Altötting in den Orden der Kapuziner ein. Das Noviziat begann er am 24. August 1947 in Eichstätt und legte ein Jahr später die zeitliche Profess ab. Am 8. September 1951 feierte er in seiner Brüdergemeinschaft in Eichstätt die ewige Profess und war von da an 33 Jahre in den Diensten als Schreiner, Sakristan und Pförtner in München St. Anton eingesetzt. Zum 1. September 1984 kam er für 21 Jahre an den Wallfahrtsort Blieskastel. Die Kapuziner beschreiben Bruder Massäus als einen frohen und menschlich nahen Mitbruder. Eine besondere Fähigkeit war seine Fotografie. Bruder Massäus hinterlässt traumhafte Fotos. Seine Begeisterung für die Schöpfung Gottes habe ihn getragen, ebenso die Abenteuerlust, Gottes Welt zu erleben. Er dürfte wenige Viertausender in den Alpen geben, die er nicht erstiegen hätte - im Gepäck die Kamera. "Sommerliche Blütenpracht" hieß ein Diavortrag, mit dem er die Menschen im Bliesgau begeisterte.red