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Brauchtum: Holzrätschen an Karfreitag und Ostersamstag in Bierbach

Traditioneller Brauch : In Bierbach kläpperten wieder die Holzrätschen

Sehr viele Jahre war es ein liebgewonnener Brauch, dass Kinder und Jugendliche aus unserem Ort unter der Leitung der Messdiener an Karfreitag und Ostersamstag durch die Straßen zogen und die Bürgerinnen und Bürger mit dem Kläppern der Holzrätschen weckten.

Leider ist von Jahr zu Jahr die Bereitschaft der Jugendlichen oder sonstiger Freiwilligen am „Rätschen“ teilzunehmen, immer weiter zurückgegangen und so musste diese schöne alte Tradition im vergangenen Jahr ausfallen. Keine gewohnten Gesänge und keine Rätschklänge am frühen Morgen, zur Mittagsstunde und am Abend.

Das bedauerten sehr viele Bierbacherinnen und Bierbacher und in den kommenden Wochen nach Ostern erhielt ich zahlreiche Anrufe. „Die Bierbacher wollen unbedingt, dass im nächsten Jahr wieder gerätscht wird. Ostern ohne Rätschen geht einfach nicht“, so die Kommentare.

Unter der Leitung von Yves Jacob fanden sich aber in diesem Jahr 25 Personen (zwölf Kinder und 13 Erwachsene), die diesen Brauch wieder aufleben ließen. Um 6, 12, 18 und wiederum um 6 Uhr machten sie sich motiviert auf den Weg und verkündeten den Engel des Herrn in den Straßen unseres Ortes. Am Ende der vier Einheiten waren sich alle einig: Es hat richtig viel Spaß gemacht und alle waren stolz, dass sie ehrenamtlich den Bürgerinnen und Bürgern an Ostern eine Freude machen konnten.

Die Resonanz aus der Bevölkerung war durchweg positiv und viele bedankten sich für diesen Einsatz der Kinder und Erwachsenen. Ein großer Dank gilt den Eltern aber vor allem den Kindern, die so engagiert und tatkräftig 4-mal die lange Strecke abgelaufen sind und beherzt gesungen und gerätscht haben. Ohne sie könnte die Aktion nicht fortgeführt werden und es würde an Ostern definitiv etwas fehlen.