Blieskastel richtet zentrale Vergabestelle ein

Blieskastel richtet zentrale Vergabestelle ein

Das gesamte Beschaffungs- und Vergabewesens der Stadtverwaltung Blieskastel wird nun in einer neuen Vergabestelle gebündelt. Sie wird unabhängig und weisungsfrei tätig sein. Chef ist Fachbereichsleiter Jens Welsch.

Nachdem die Stadt Blieskastel vom Ministerium für Inneres und Sport eine Ausnahmegenehmigung bezüglich der Einrichtung eines Rechnungsprüfungsamtes erhalten hat, hat Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener (CDU ) eine zentrale Vergabestelle bei der Stadtverwaltung eingerichtet, die sich einer elektronischen und revisionssicheren Vergabeplattform bedient. Wie die Verwaltungschefin weiter mitteilt, sei es ihr wichtig gewesen, dass man durch den Einsatz eines standardisierten elektronischen Verfahrens Personalkräfte einspare und einem Höchstmaß an Sicherheit in diesem sensiblen Bereich auch weiterhin Rechnung trage.

Beides sei mit der Unterstützung durch den Saarpfalz-Kreis gelungen, sodass das gesamte Beschaffungs- und Vergabewesen der Stadtverwaltung in dieser neuen zentralen Vergabestelle gebündelt werde. Sie werde zudem unabhängig und weisungsfrei tätig. Durch die Bündelung der Aufgabe in diesem Bereich, der sich mit der Vergaberechtsnovellierung in seiner Grundsubstanz wesentlich verändert habe, erhoffe sich die Verwaltung neben der Qualitätssicherung der Arbeit selbst vor allem auch einen Synergieeffekt für die Erzielung günstiger Preise am Beschaffungsmarkt.

Chef der zentralen Vergabestelle wurde der Leiter des Fachbereiches Hauptverwaltung, Jens Welsch. Sein Stellvertreter ist Sascha Veith. Weiterhin werden in der Vergabestelle für den Bereich der EDV-Beschaffungen Jürgen Dukar und im Bereich der Bauleistungen Gerald Angne mitarbeiten. Wie berichtet, hatte die Bürgermeisterin nach einem entsprechenden Stadtratsbeschluss beim Innenminister eine Ausnahmegenehmigung beantragt, die die Stadt von der Einrichtung eines eigenen Rechnungsprüfungsamtes befreit. Dem war stattgegeben worden. Damit war auch die Auslagerung des Rechnungsprüfungsamtes zum 1. Juli dieses Jahres an den Saarpfalz-Kreis aus Saarbrücken offiziell abgesegnet. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 30. Juni 2020. Eine Verlängerung um jeweils fünf Jahre erfolgt, sofern nicht einer der Beteiligten die Vereinbarung fristgerecht kündigt.

Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt, hatte Blieskastel am 30. Juni 2015 insgesamt 20 880 Einwohner. Die Pflicht zur Einrichtung eines eigenen Rechnungsprüfungsamtes besteht ab einer Einwohnerzahl von 20 000. Blieskastel liegt damit gerade noch mit nur 880 Einwohnern über diesem Schwellenwert. Die allgemeine Entwicklung der Bevölkerung im Stadtgebiet lasse seit 2001 eine Abnahme erkennen. Die Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Haushalts- und Kassenvollzugs werde auch nach Verlagerung des Rechnungsprüfungsamtes gewährleistet, heißt es aus dem Rathaus in Blieskastel .