Blieskastel bekommt Wertstoffhof

Blieskastel. Der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss des Blieskasteler Stadtrats hat beschlossen, dass bis Anfang kommenden Jahres ein Wertstoffhof auf einer Teilfläche des Baubetriebshofes in der Blickweilerstraße in Blieskastel-Mitte eingerichtet wird, der für alle Bürger offen ist und kostenlos angeboten werden soll

Blieskastel. Der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss des Blieskasteler Stadtrats hat beschlossen, dass bis Anfang kommenden Jahres ein Wertstoffhof auf einer Teilfläche des Baubetriebshofes in der Blickweilerstraße in Blieskastel-Mitte eingerichtet wird, der für alle Bürger offen ist und kostenlos angeboten werden soll. Der Entsorgungsverband Saar (EVS) soll mit der Detailplanung des Wertstoffhofes beauftragt werden, und die Verwaltung soll eine Vereinbarung zwischen dem EVS und der Stadt Blieskastel vorbereiten, die den künftigen Betrieb des Wertstoffhofes regelt.Wertstoffquote steigern Wie die Blieskasteler Stadtverwaltung auf Anfrage weiter erklärt, soll mit der Errichtung eines Wertstoffhofes ein attraktives Angebot zur Verbesserung der Wertstoff-Entsorgung geschaffen werden. Es könnten Abfälle verwertet werden, für die es bisher keine entsprechende Möglichkeit gab. Damit werde auch dem ökologischen Gedanken, die Restmüllmenge zu vermindern und die Wertstoffquote zu steigern, Rechnung getragen. Auch solle der Wertstoffhof dazu dienen, illegale Abfallablagerung in der Landschaft zu vermeiden. Ebenso soll für Kleingewerbetreibende die Möglichkeit geboten werden, ihre Abfälle wie Kartonagen und Folien kostengünstig zu entsorgen. Ein weiterer Aspekt zu der Errichtung eines Wertstoffhofs sei das Elektro- und Elektronikgerätegesetz gewesen, durch das die Besitzer von Altgeräten verpflichtet werden, diese getrennt zu entsorgen. Der EVS als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger sei somit verpflichtet, eine Sammelstelle einzurichten, an der Altgeräte aus privaten Haushalten von Endnutzern und Vertreibern angeliefert werden können.Sechs Tage geöffnetDer Wertstoffhof soll an allen Wochentagen, auch samstags, geöffnet sein. Dies gewährleiste ein hohes Serviceangebot und eine bessere Nutzbarkeit durch die Öffentlichkeit. Nach Angaben der Verwaltung erhalte die Stadt Blieskastel für die Errichtung des neuen Wertstoffhofs einen einmaligen Investitionskostenzuschuss in Höhe von maximal 280 000 Euro und jährlich einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 230 000 Euro. Da es sich um einen Wertstoffhof des EVS handelt, seien auch Bürger anderer Gemeinden und Städten berechtigt, Wertstoffe anzuliefern. Wie berichtet, hatte die Verbandsversammlung des EVS, der alle saarländischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister angehören, im Dezember vergangenen Jahres beschlossen, ein flächendeckendes Netz von Wertstoffhöfen auf einem einheitlich hohen Service-Niveau zu schaffen. Es sollen weitere Wertstoffhöfe ihre Pforten für die Bürger öffnen, beispielsweise auch in Blieskastel und im benachbarten Homburg. Meinung

Wertvoller Schrott

Von SZ-RedakteurJoachim Schickert Dass die Bürger rund um Blieskastel ab dem kommenden Jahr ihren Elektroschrott und viele andere Abfälle auf einer Fläche des Baubetriebshofs in der Blickweiler Straße loswerden können, ist notwendig und richtig. Denn was bei vielen Bürgern noch in der grauen Restmülltonne landet, ist entschieden zu viel, wie die Statistiken des Entsorgungsverbandes Saar ausweisen. Die Bürger sollen auch möglichst viel Müll, der noch zu verwenden ist, zum Wertstoffhof bringen. Denn diese Höfe dienen nicht nur dem Umweltschutz, sondern bieten auch die Möglichkeit, wiederverwertbare Stoffe in den Rohstoffkreislauf zurückfließen zu lassen.