Wo und was in Biesingen investiert werden soll Die viel genutzte Hölschberghalle wird noch immer nicht saniert

Biesingen · Der FV Biesingen erhält zum Kunstrasen-Neubau 40 000 Euro an Zuschüssen.

 Die Hölschberghalle ist nach 45 Jahren stark sanierungsbedürftig.

Die Hölschberghalle ist nach 45 Jahren stark sanierungsbedürftig.

Foto: Hans Hurth

Zwei Anmeldungen des Ortsrats Biesingen für investive Maßnahmen wurden im Haushaltsplan 2020 der Stadt Blieskastel übernommen, wie Ortsvorsteherin Annette Weinmann (SPD) in der jüngsten Sitzung des Ortsrats mitteilte. Die Planung des Projekts Generationenpavillon ist mit 6100 Euro eingestellt und für den Ausbau der Toilettenanlagen in den Räumen des Jugendclubs in der Hölschberghalle gibt es einen Zuschuss von 2000 Euro“, so Weinmann. Der FV Biesingen wiederum erhält zum Neubau seines Kunstrasenplatzes einen Zuschuss von 40 000 Euro.

Drei gemeldete Investitionsprojekte seien trotz Dringlichkeit jedoch nicht in den Haushalt übernommen worden. So die Sanierung der Hölschberghalle, Kostenhöhe 600 000 Euro.

„Diese Halle wird viel von Vereinen aus Aßweiler und Biesingen genutzt, doch es besteht ein massiver Sanierungsstau. Eine energetische und altersbedingte Gebäudeertüchtigung ist dringend notwendig“, stellte die Ortsvorsteherin heraus und erwähnte den defekten Fußboden, das undichte Dach, veraltete Fenster sowie kaputte Duschräume mit abfallendem Putz und Farbe an den Wänden.

Ein Blick in die Geschichte: Die Hölschberghalle ist eine gemeinsame Leistung der Gemeinden Aßweiler und Biesingen. „Dass die Halle zwischen den beiden Ortsteilen noch vor der Gebiets- und Verwaltungsreform gebaut und 1975 eingeweiht werden konnte, ist das Hauptverdienst von Willi Kunkler, damals Amtsvorsteher der selbständigen Gemeinden Erfweiler-Ehlingen, Aßweiler und Biesingen, dessen Bürgermeister Berthold Hennrich mit seinen Ratskollegen sich ebenfalls für den Bau einsetzte. Zwei Millionen Mark (eine Million Euro) kostete das Bauwerk, das unter der Trägerschaft eines Zweckverbandes verwirklicht wurde, dessen Vorsteher, auch Willi Kunkler, mit viel Verhandlungsgeschick und Fleiß die Fäden in der Hand hielt“, ist in der Dorfchronik festgehalten.

Notwendig sei daneben die Straßeninstandhaltung „Im Dorf- Eckersberg“, Kosten 30 000 Euro. Insbesondere für Radfahrer bestehe in Teilbereichen erhöhte Unfallgefahr durch den schlechten Zustand des Kopfsteinpflasters, auch sei der Gehweg mit Rollstuhl oder Rollator nicht durchgehend befahrbar. Dritte Verkehrsproblemzone sei das Umfeld rund um die Pfarrkirche St. Anna. „Hier empfiehlt sich eine Umgestaltung des Straßenraums als Mischverkehrsfläche, wodurch eine Verkehrsberuhigung zugunsten des Fuß- und Radverkehrs erreicht wird“, nannte Weinmann Gründe der Maßnahme. Kosten: 450 000 Euro. Im Zuge einer Neuordnung könnte auch dem Mangel an Stellplätzen entgegnet werden, zwölf Parkplätze im Kirchenumfeld so entstehen. Auch sollte ein Behindertenparkplatz am Kirchen-Haupteingang zur Verfügung stehen. Nur unter Berücksichtigung dieser drei Projekte stimmte der Ortsrat dem Haushaltsplan 2020 zu.