„Bestimmte Dinge neu denken“

Der CDU-Neujahrsempfang im DRK-Heim in Niederwürzbach war auch in diesem Jahr wieder gut besucht. Michael Wons, Annelie Faber-Wegener und Klaus Meiser blickten zurück und schauten nach vorne.

"Es musste jetzt einfach mal raus", stellte CDU-Ortsvorsitzender und Noch-Vorsitzender des Niederwürzbacher Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Michael Wons mit spürbarer Erleichterung fest. Alle Teilnehmer des CDU-Neujahrsempfangs hatten sicherlich am Sonntag mit Spannung darauf gewartet, was der frühere Ortsvorsteher zu den Vorgängen im HVV (wir berichteten) erklären würde. "Wir waren eine zwölfköpfige Vorstandschaft, die sehr gut zusammengearbeitet hat", stellte Wons heraus.

Er habe im Vorfeld der jetzigen Ortsvorsteherin alle Dateien zur Verfügung gestellt. Die Mitgliederversammlung sei ordnungsgemäß einberufen worden, auch sei die Vorstandschaft bei Enthaltung der Betroffenen einstimmig entlastet worden. Über den Verkauf des vereinseigenen Gebäudes gebe es vertrauensvolle Gespräche mit der Bürgermeisterin, auch der Rechtsstreit in Sachen Weiherfest sei beigelegt: "Beim HVV ist finanziell und auch sonst alles in Ordnung", stellte Michael Wons fest. Wenn der Verein nun vor dem Ende stehe, "müssen wir damit auch einen Teil Würzbacher Geschichte auflösen", bedauerte Wons. Der Neujahrsempfang im DRK-Haus in Niederwürzbach war wie in jedem Jahr gut besucht. Viel Lob gab es von Michael Wons auch für die Arbeit des Würzbacher DRK und der anderen Vereine. Wons listete noch einmal aus seiner Sicht die Erfolge der Arbeit unter ihm als Ortsvorsteher auf.

Aber er stellte fest: "Es ist schwer zu verstehen, dass die Bürgerinnen und Bürger diese Arbeit nicht mit einer Wiederwahl anerkannt haben."

Verkehrskonzept steht an

Man werde aber den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern die CDU werde sich weiterhin auch für die Weiterentwicklung des Ortes mit aller Kraft einsetzen. Das sah auch Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener so. Man solle nicht nach hinten schauen, sondern der Blick müsse nach vorn gerichtet sein. Die CDU stehe für wohnortnahe Politik, aber man müsse "bestimmte Dinge neu denken", wie es die Verwaltungschefin formulierte.

Gemeint war damit etwa die interkommunale Zusammenarbeit, die von Blieskastel, Gersheim und dem Mandelbachtal bereits praktiziert werde. Es seien längst nicht alle Stadtteile nicht so gut aufgestellt wie Niederwürzbach . Als wichtige Aufgabe nannte Faber-Wegener den letzten Schritt des Blieskasteler Verkehrskonzepts, die Stadtumgehung Ost. Die Bürgermeisterin erwähnte auch den neu gegründeten Seniorenbeirat, in dem mit Arno Rippberger auch ein Niederwürzbacher vertreten sei.

Der Chef der CDU-Landtagsfraktion , Klaus Meiser , ging auf aktuelle politische Ereignisse wie Entwicklungen bei der AfD oder auch der Pegida-Bewegung ein. Er forderte in einer sehr nachdenklichen Rede auch eine "neue Kultur der Kommunikation" ein. Tradition beim Neujahrsempfang der CDU ist es inzwischen schon, dass auch der Maire von Ormersviller, Marcel Vogel, aus dem benachbarten Lothringen das Wort ergreift. Man schaffe Frieden und Freundschaft im Kleinen, habe etwa mit der gemeinsamen Anstrengung zur Wasserversorgung in der Region ein "konkretes Projekt der Freundschaft " gemeinsam verwirklicht, so Vogel.