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BEG Bliesgau wehrt sich gegen Vorwürfe der BI Gegenwind in Sachen Windkraft

Windenergie im Bliesgau : Windenergie in Mandelbachtal: BEG wehrt sich gegen Vorwürfe

In Mandelbachtal bewegt schon seit Jahren die Frage die Bürger, ob am Allenberg Windanlagen entstehen sollen oder nicht. Vor allem die Energiegenossenschaft Bliesgau als Befürworter und die Bürgerinitiative Gegenwind als Gegner der Idee kontern sich gegenseitig mit ihren Argumenten.

Die Energiegenossenschaft Bliesgau eG (BEG) wehrt sich in einer Pressemitteilung gegen die Mitteilung der Bürgerinitiative Bliesmenger Gegenwind (BI), es habe bereits Verhandlungen über eine Windenergienutzung mit der Bürgermeisterin von Mandelbachtal, Maria Vermeulen, gegeben. Es wurde lediglich eine Projektidee transparent gegenüber Vertretern der Fraktionen im Gemeinderat und Orträten vorgestellt und Gelegenheit zur Aussprache gegeben, so die BEG. Daher seien auch die Vorwürfe der BI gegenüber der Bürgermeisterin, sie habe Angaben zum Stand von Verhandlungen verweigert, „gegenstandslos und als reine Polemik“ zu werten. Die BEG weiter: „Der BI sollte auch bekannt sein, dass der Gemeinderat entscheidet, ob er die Gemeindeflächen am Allenberg für die Windenergienutzung zur Verfügung stellt.“ Die BEG und die Firma Juwi, mit der die Energiegenossenschaft eine Kooperation eingegangen ist, um die Windenergie in Mandelbachtal voranzutreiben, hätten in den Gesprächen mit den Fraktionen auch klar kommuniziert, dass er vor einer Entscheidung des Gemeinderats eine Bürgerinformationsveranstaltung geben werde, bei der die Öffentlichkeit ausführlich über die Projektidee informiert wird und Fragen der Bürger beantwortet werden können.

Darüber hinaus polemisiere die Bürgerinitiative auch gegen die SPD-Fraktion im Gemeinderat, weil diese basisdemokratisch die Bürger in ganz Mandelbachtal befragen möchte, so die BEG. Eine Bürgerbefragung sei aber aus Gründen der demokratischen Mitwirkung richtig, da von den Einnahmen der Gemeinde aus dem Windenergieprojekt die Gemeinde als Gesamtheit, gemeindliche Projekte und somit alle Bürger profitieren würden. Hierbei bleibe es natürlich auch dem Gestaltungswillen des Gemeinderates überlassen, wie man den Nutzen für die Gesamtgemeinde einerseits und eine subjektiv empfundene Betroffenheit einzelner Ortsteile andererseits in ein ausgewogenes Verhältnis bringen kann.

Des Weiteren wehrt sich die BEG dagegen, dass die BI Gegenwind bei der Windkraft von „Gelddruckmaschinen und vom Abgreifen von Subventionen“ spreche. Die Windenergie sei nicht nur effizient, sondern liefere auch Strom zu einem Preis, der deutlich unter dem Börsenstrompreis liege. „Windenergieanlagen produzieren heute Strom günstiger als die meisten Kraftwerke in Deutschland.“ Die BEG weiter: „Um die gesamte Energie, die wir alle benötigen, kohlendioxidfrei und sauber erzeugen zu können, werden große Mengen an Erneuerbarer Energie für sämtliche Sektoren wie zum Beispiel den Stromsektor, die Mobilität (Elektromobilität) und für Wärmebereitstellung (beispielsweise Wärmepumpen) benötigt. Hierzu müssen Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen in erheblichem Umfang gebaut und auf saarländischer Ebene mit Biogasanlagen, Wasserstoff-Gaskraftwerken und Speichern kombiniert werden.“

Die BEG Bliesgau setzt sich unter anderem dafür ein, dass in dem ihrer Meinung nach gut geeignetem Allenberg-Gebiet in Mandelbachtal Windkraftanlagen gebaut werden, und stößt damit sowohl auf Befürworter als auch auf Gegner. BI Gegenwind hat sich daraufhin gegründet. Mit drei Windanlagen könnten in der Gemeinde jährlich etwa 48 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und so etwa 30 000 Tonnen Kohlendioxidausstuß pro Jahr vermieden werden. Dies entspreche der Menge, die etwa 3000 Hektar Wald pro Jahr aus der Luft ziehen können. Zudem könne die Gemeinde vom Ertrag der Anlagen eine „gute jährliche Pacht und weitere Beiträge“ erhälten.