Rosenfest: Aus dem Rosenfest wird vielleicht ein Theaterfest

Rosenfest : Aus dem Rosenfest wird vielleicht ein Theaterfest

Zum 40. und wohl auch letzten Mal veranstalteten die Niederwürzbacher Rosen- und Blumenfreunde ihr Rosenfest.

In einer launigen Rede begrüßte Harald Pauly, erster Vorsitzender der Rosen- und Blumenfreunde Niederwürzbach, die zahlreich erschienen Gäste nach dem ökumenischen Gottesdienst am vergangenen Sonntag im Pavillon des Rosengartens in Niederwürzbach. In der ihm eigenen humorvollen Weise erklärte er das Prozedere um das 40. Rosenfest, ließ die letzten Feste Revue passieren und kam so zwangsläufig zu dem Wermutstropfen in seinen Ausführungen, der Überalterung im Verein und der damit verbundenen Konsequenz, das 40. werde wohl auch das letzte Rosenfest sein.

Ortsvorsteherin Petra Linz betonte in ihrem Grußwort, wie leid es ihr tue, dass sich wieder eine schöne Tradition aus Niederwürzbach verabschiede. In der Person von Harald bliebe ihr aber ihr Stellvertreter erhalten und, so betonte sie, ein Kommunikator, dem es gelungen sei viele Vereine für eine gemeinsame Sache zu begeistern, denn viele Feste im Ort seien nur noch zu stemmen, wenn man sich zusammentue.

Landrat Theophil Gallo betonte, dass er gerne die Schirmherrschaft zu dieser wohl letzten Veranstaltung übernommen hätte, sei doch gerade hier im Herzen der Biosphäre, im Würzbachtal, noch ein reges Vereinsleben zu beobachten und daher habe er auch die Hoffnung, dass sich, wie auch immer, ein Fest weiterhin in diesem schönen Ambiente des Rosengartens etablieren werde.

Begonnen hatte der Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst. Am, von Gertrud Schnepp, festlich geschmückten Altar feierten Pfarrerin Elisabeth Beck und Pastoralreferent Steffen Glombitza mit den Gästen und Rosenfreunden, unter ihnen auch die evangelische Prädikantin Christa Lillig, den morgendlichen Gottesdienst, der musikalisch, wie in jedem Jahr, vom MGV Liederkranz, unter der Leitung von Dieter Schnepp, umrahmt wurde.

Nach dem Schlusssegen stellten sich die Damen des Chores, jede eine Rose in der Hand, zu einem Dankesständchen für Harald Pauly, begleitet von Schnepp, am Keyboard und Helmut Kröll auf der Mundharmonika. Margot Veith, Vorsitzende des Liederkranzes, dankte Pauly für sein Engagement und hob auch hier die gute Zusammenarbeit mit dem Liederkranz hervor.

Während die Chor-Damen Rosen schenkten, schenkte Veith ein rosenbedrucktes Hemd und konnte sich, wie auch das Publikum im Pavillon, davon überzeugen, dass die Entscheidung, letztes Rosenfest und Hemd, dem agilen Vorsitzenden nicht passten.

Während der Gespräche beim Fest verriet Harald Pauly, dass im nächsten Jahr mit der Theatergruppe „So ein Theater“ um die Rosenfestzeit wieder Theater gespielt werde und man sich mit dem Gedanken trage daraus etwas mehr, kein Rosenfest, aber eine kleine Festmeile zum Theater, zu machen. Mit dem Theaterstück „Engel auf Abwegen“ hatte die Gruppe des TV08 das Rosenfest bereits am Freitag und Samstagabend mit großem Erfolg eröffnet.

Am Sonntagnachmittag gab sich die Kapelle Würzbach-Krainer unter der Leitung des Akkordeonisten Hansi Spengler ein Stelldichein. Musik mit dem Sound ähnlich der Oberkrainer, eine gelungene Mischung aus Akkordeon, Rhythmus und „Dicke-Backen-Musik“, die begeistert im Rund des Pavillons gefeiert und beklatscht wurde. Der Montagnachmittag stand ganz im Zeichen des Akkordeon-Ensembles Würzbach unter der Leitung von Dieter Schnepp.

Bis spät in den Abend spielte das Orchester, und das Publikum sang kräftig mit. Schnepp und seine Crew hatten den Nerv der Zuhörer getroffen.

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