Arbeiten in der Biosphäre

Annika Hamm aus Homburg und Isabel Schmidt-Kany aus Bliesransbach absolvieren ein FÖJ in der Biosphäre Bliesgau. Gleich zum Einstand stand die Organisation des Biosphärenfestes in Ormesheim an.

Der Biosphärenzweckverband Bliesgau in Blieskastel hat seit Anfang September zwei neue Mitarbeiterinnen, die im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) die Mannschaft um Geschäftsführer Walter Kemkes verstärken. Die 20-jährige Annika Hamm aus Homburg und die 19-jährige Isabel Schmidt-Kany aus Bliesransbach unterstützen das Team des Zweckverbandes. Beide haben ihre schulische Laufbahn im Frühjahr erfolgreich abgeschlossen und werden nun ein ganzes Jahr bei dem Verband verbringen. Annika Hamm hat ihr Fachabitur am Berufsbildungszentrum (BBZ) Homburg gemacht und will später einmal im kaufmännischen Bereich tätig sein. Isabel Schmidt-Kany hat ihr Abitur am Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium in Saarbrücken absolviert und spielt mit dem Gedanken, nach ihrem Jahr in der Biosphäre Biologie zu studieren.

Die beiden jungen Frauen wollen vor einer weiteren Ausbildung Erfahrungen im Berufsleben sammeln. Wie Annika Hamm, Isabel Schmidt-Kany und Geschäftsführer Walter Kemkes jetzt gegenüber unserer Zeitung weiter erklärten, haben die FÖJlerinnen schon tatkräftig mitgearbeitet, denn Anfang September stand direkt das Biosphärenfest in Ormesheim auf dem Programm, wo auch die beiden jungen Frauen schon mit von der Partie waren. Außerdem sei für die Freiwilligen in diesem Jahr zum ersten Mal eine Einführungsveranstaltung zum Thema Biosphärenreservat Bliesgau angeboten worden, bei der auch andere FÖJler aus dem Bliesgau mit dabei waren. Die Teilnehmer hätten zuerst den Lehrpfad "Mit dem Ökologischen Rucksack durch den Blieskasteler Wald" erkundet und anschließend, geführt vom Erlebnisbauer Daniel Wack, den Eichelberger Hof erkundet.

"Es war interessant zu sehen, wie im Biosphärenreservat die ökologischen, touristischen und pädagogischen Bereiche zusammengeführt werden", so die freiwilligen Helferinnen, die für ihre Mitarbeit in der Biosphäre jeweils rund 300 Euro pro Monat erhalten. "Es ist eine tolle Möglichkeit für junge Erwachsene, nach der Schule erste Berufserfahrungen im Arbeitsfeld Natur- und Umweltschutz zu sammeln. Im Saarland stehen über 20 Stellen zur Verfügung, welche FÖJ-Plätze anbieten", erläutert Geschäftsführer Kemkes. Während ihrer zwölf Monate beim Zweckverband bestehe für die beiden die Möglichkeit, sich in die verschiedenen Themenbereiche einzubringen - wie Öffentlichkeitsarbeit, Naturschutz, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Tourismus. So würden sie zukünftig auch an Aktionen wie der Bliesgau-Bio-Brotbox und "Freiwillige-in-Parks" mitwirken und eigene kleine Projekte gestalten. "Es bleibt aber auch genügend Zeit, um über den Tellerrand Biosphäre hinauszublicken: Im Verlauf des FÖJ werden sie zusammen mit allen anderen FÖJlern des Saarlandes an Seminaren teilnehmen. Dort können sie ihre Erfahrungen und Eindrücke untereinander austauschen und Einblicke in andere Arbeitsbereiche erhalten", so Walter Kemkes abschließend.

biosphaere-bliesgau.eu

Zum Thema:

hintergrund Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) im Saarland steht grundsätzlich allen offen, die zu Beginn der Maßnahme am 1. September die gesetzliche Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, aber das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Teilnehmer sollten sich für ökologische Themen interessieren und können sich ab dem Frühjahr 2016 für das kommende FÖJ bewerben. Im Saarland wird das Freiwillige Ökologische Jahr landesweit vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und den Einsatzstellen organisiert und finanziert. In der Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau steht Jan Faßbender für Rückfragen zum Freiwilligen Ökologischen Jahr im Biosphärenreservat Bliesgau gerne zur Verfügung, Tel. (0 68 42) 9 60 09 17, E-Mail j.fassbender@biosphaere-bliesgau.eu. ert

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