An der B 423 wird jetzt weitergebaut

Blieskastel. In den ersten beiden Jahren der Bauarbeiten an der B 423 bei Blieskastel hatten zunächst eher vorbereitende oder begleitende Baumaßnahmen angestanden. Eine Behelfsumfahrung um die Innenstadt mit Brücke über die Blies sowie eine Flutbrücke wurden gebaut

Blieskastel. In den ersten beiden Jahren der Bauarbeiten an der B 423 bei Blieskastel hatten zunächst eher vorbereitende oder begleitende Baumaßnahmen angestanden. Eine Behelfsumfahrung um die Innenstadt mit Brücke über die Blies sowie eine Flutbrücke wurden gebaut. Am Ortseingang zum benachbarten Stadtteil Webenheim wurde im vergangenen Jahr ein so genannter Turbo-Kreisel fertig gestellt, der sich nach Ansicht vieler Autofahrer längst bewährt hat. Die Rückstaus vor Blieskastel haben sich bereits erheblich verkürzt. Ab jetzt entsteht nur noch Endgültiges: Im zweiten Bauabschnitt werden eine neue Bliesbrücke und im Bereich des ehemaligen Finanzamtes ein Kreisverkehrsplatz gebaut. Nach derzeitiger Planung des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) soll die Neubaustrecke im Sommer, spätestens aber im Herbst 2011 für den Verkehr freigegeben werden. Dann wird die Behelfsumfahrung wieder zurückgebaut. Zum Abschluss der großen Baumaßnahme sollen dann auch die städtischen Geh- und Radwege entlang der Blies wieder miteinander verbunden werden."Neben dem Neubau der Bundesstraße 269 zwischen Ensdorf und der Bundesgrenze bei Überherrn sowie der Ortsumgehung Besseringen ist diese Baumaßnahme in Blieskastel mit einem Gesamtvolumen von rund 15 Millionen Euro eines der wichtigsten aktuellen Straßenbauprojekte im Saarland," unterstrich der Direktor des LfS, Michael Hoppstädter am Montag noch einmal. Die Kosten trage der Bund. Verkehrsentlastung bei einer täglichen Belastung von rund 20 000 Fahrzeugen und Hochwasserschutz seien die beiden ausschlaggebenden Argumente für den Neubau gewesen. Auch bei einem so genannten hundertjährigen Hochwasserereignis (wie zuletzt 1993) sei die neue Strecke störungsfrei zu befahren.