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Alexanderturm-Sanierung bei Breitfurt geht voran

Jetzt kommt Bewegung in die Sache : Dieses Projekt kommt jetzt in Schwung

Die Sanierungsarbeiten am Alexanderturm schreiten voran. Rund um das Ausflugsziel gibt es noch weitere Pläne.

Ein auch in heutiger Zeit beliebtes Ausflugziel für Wanderer und Fahrradfahrer wird endlich saniert und mit einer Aussichtsplattform versehen. Nach mehrjähriger Vorarbeit des Vereins Fördergemeinschaft Alexanderturm zusammen mit der LAG (Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau) wurde im August vorigen Jahres der Förderantrag für die Sanierung des Restsockels am Alexanderturm mit Einbau einer Spindeltreppe und Aussichtsplattform eingereicht. Umweltminister Reinhold Jost übergab dann im April den Zuwendungsbescheid des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz von 114 000 Euro. Dies war auch der Startschuss für die Maßnahme.

Der ursprüngliche Alexanderturm wurde 1893 vom Baumeister Christian Hagenthau im Auftrag des Gutsbesitzers auf dem Kirchheimer Hof, Alexandre Jacomine de Malespine, als Geschenk an die Naturfreunde errichtet. 141 Sandsteinstufen führten auf die obere Plattform in einer Höhe von 26,35 Metern. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, am 9. September 1939, war der beliebte Aussichtsturm auf dem Kahlenberg durch die deutsche Wehrmacht gesprengt worden.

Anfang Juli diesen Jahres begannen die Sanierungsarbeiten, geplant von dem Saarbrücker Ingenieurbüro Sauder (IBS) und deren Mitarbeiterin, der Architektin Judith Müller. Die Breitfurter Firma P&F Procopio wurde beauftragt, das Gerüst für die Sanierungsarbeiten zu stellen. Die Fachfirma Hanbuch & Söhne aus Mannheim führen die Natursteinarbeiten, die Klempnerarbeiten das Blieskasteler Bedachungsunternehmen H.u.H. Klein aus. Zurzeit werden, um die Ruine im Bestand zu erhalten, die Sandsteine saniert sowie statisch konstruktive Maßnahmen durchgeführt.

In wöchentlichen Besprechungen werden die konkret notwendigen Schritte vor Ort abgestimmt, wie Polier Andreas Weber erläuterte. Auch dankt er der Freiwilligen Feuerwehr Breitfurt für die unbürokratische und direkte Hilfe.

Mit dem Einbau der Spindeltreppe kann wohl erst in einigen Monaten begonnen werden. Die Fördergemeinschaft hofft, dass die Maßnahme bis Ende März abgeschlossen ist. Allerdings stehen dann immer noch Arbeiten aus, um das Umfeld um die sanierte Turmruine zu gestalten. Auch da hofft man wieder auf tatkräftige Unterstützung der Stadt.

Im neu entstehenden Wanderwegenetz durch die Saarpfalz-Touristik sind auch zwei Wanderwege enthalten, die die Ruine Alexanderturm einschließen. Nach der Beendigung aller Arbeiten soll der zentrale Platz an der Turmruine nicht nur zum Erholen einladen, sondern auch informieren über die Historie, Wander- und Radwege sowie über die Biosphäre Bliesgau. Ein entsprechender Prospekt ist in Arbeit. Obwohl die Stadt Blieskastel Bauträger ist, wird das Projekt inhaltlich von der Fördergemeinschaft Alexanderturm getragen. Sie muss ein Viertel der gesamten Baukosten von rund 155 000 Euro als Eigenmittel beisteuern. Sie benötigt weitere finanzielle Unterstützung und hat Spendenkonten eingerichtet. Weitere Informationen dazu erhält man beim Vorsitzenden Walter Schmidt, E-Mail: FG-Alex@kdwelt.de.

Geplant ist – in einem zweiten Bauabschnitt – einen neuen Aussichtsturm in unmittelbarer Nähe zur Ruine zu errichten. „Dazu liegen auch schon Pläne und Vorstellungen vor, aber bis zur Verwirklichung und Umsetzung ist es noch ein weiter Weg,“ so der stellvertretende Vorsitzende Reiner Freidinger.