Abitur-Feier am Von-der-Leyen-Gymnasium in Blieskastel

Von-der-Leyen-Gymnasium : Ein besonders guter Abitur-Jahrgang

Alle 55 Schülerinnen und Schüler des Blieskasteler Von-der-Leyen-Gymnasiums schafften die Hochschulreife.

Es war in diesem Jahr alles ein bisschen anders: Aus organisatorischen Gründen musste der diesjährige Abitur-Jahrgang des Blieskasteler Von-der-Leyen-Gmnasiums den Feierlichkeiten zur Erreichung der Hochschulreife ein anderes Format verpassen. Bereits morgens um 11 Uhr trafen sich Schülerinnen und Schüler und deren Eltern und Angehörige in der Schlosskirche in Blieskastel zu einem feierlichen Abiturgottesdienst. Nach dem nun schon klassischen Fototermin auf der Treppe der Schlosskirche und dem ebenso obligatorischen Aufsteigenlassen der Luftballons ging man auseinander, um sich dann abends in der Würzbachhalle erneut zu treffen. Es war eine „all-in-one“-Veranstaltung wie der Schulleiter, Oberstudiendirektor Christof Kohl, es nannte. Das heißt, nachdem es die Abiturfeier mit Zeugnisausgabe und Ehrungen gegeben hatte, ging das Ganze nahtlos zum Abi-Ball über, sozusagen nach der Pflicht unmittelbar im Anschluss die Kür.

Die stolzen Abiturienten und Abiturientinnen eröffneten den Abend in der festlich dekorierten Würzbachhalle mit einer Polonaise, passend für die jungen Leute zu „Jump“ von Van Halen. Die Abiturienten hatten sich als Motto den Slogan „Abiversum – Wir greifen nach den Sternen“ ausgesucht. Und dieses Leitmotiv zog sich dann durch die gesamten Ansprachen des Abends. Den ersten Stern erreiche man als Schüler, wenn man es geschafft hat, von der Grundschule auf das Gymnasium zu wechseln, unterstrich Schulleiter Kohl. Der zweite Griff nach einem Stern sei nun das Erreichen des Abiturs gewesen, ein Flug sozusagen in eine noch ungewisse Freiheit. „Haupttriebwerke“ beim Flug zu den Sternen seien Eltern und Lehrer gewesen, wobei den Lehrerinnen und Lehrern auch noch die Rolle des Bordpersonals zugefallen sei. Und beim Fliegen musste dann auch noch Ikarus bemüht werden. Man solle wie jener in der griechischen Sage nicht zu hoch fliegen, aufpassen, dass man sich nicht die Flügel verbrennt und man unsanft abstürzen könnte. Der Schulleiter zeigte sich indes überzeugt, dass dies wohl nicht passieren wird. Allgegenwärtig war nämlich das Lob über diesen „guten Jahrgang“. Keiner war bei der Abiturprüfung durchgefallen, die 55 Schülerinnen und Schüler hatten einen Notendurchschnitt von 2,24 geschafft, ein Zehntel besser als der letztjährige Jahrgang. Die Mädchen mit einem Schnitt von 2,19 wie immer ein bisschen besser als die Jungs mit 2,29. Eine Schülerin schaffte die Traumnote von 1,0, insgesamt hatten 16 Schülerinnen und Schüler von 55 die Eins vor dem Komma. Lob gab es vom Oberstudiendirektor auch für das Verhalten. Es sei alles bestens abgelaufen, auch der Abistreich sei sehr geordnet verlaufen. Es habe zum ersten Mal in seiner Zeit als Schulleiter keine Probleme mit der „Modedroge Nummer eins“, gemeint war Alkohol, gegeben. Christof Kohl führte dies darauf zurück, dass vorwiegend junge Damen für die Vorbereitung verantwortlich waren. Nach dem Schulleiter gab es dann auch noch Ansprachen des Schulelternsprechers, Thomas Hausmann und des Vorsitzenden des Fördervereins, Christian Schmidt. Die Tutoren Christine Bauer und Florian Schwartz hielten eine launige Abiturrede ebenso wie Sabrina Reitnauer und Benjamin Schanne für die Abiturienten. Musikalisch umrahmt wurden Abiturfeier und Gottesdienst vom großen Abichor sowie der tollen Schulband „Heyt“, die im Mai den ersten Platz beim saarländischen Schulbandwettbewerb gewonnen hatten.

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