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1579 Fußballspiele hat er bereits geleitet

1579 Fußballspiele hat er bereits geleitet

Blickweiler. Norbert Kohl aus Blickweiler führt akribisch Buch über seine Schiedsrichtereinsätze. Seit seinem ersten Auftrag vor 39 Jahren habe er 1579 Fußballspiele geleitet. Jetzt wurde ihm durch den DFB-Ehrenamtsbeauftragten und Vorsitzenden des Ostsaar-Kreises, Günter Brabänder, eine Ehrung zuteil

Blickweiler. Norbert Kohl aus Blickweiler führt akribisch Buch über seine Schiedsrichtereinsätze. Seit seinem ersten Auftrag vor 39 Jahren habe er 1579 Fußballspiele geleitet. Jetzt wurde ihm durch den DFB-Ehrenamtsbeauftragten und Vorsitzenden des Ostsaar-Kreises, Günter Brabänder, eine Ehrung zuteil. Er überreichte eine Urkunde des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für vorbildliche Leistungen im Fußballsport nebst einer eigens angefertigten Herren-Armbanduhr. Brabänder hob hervor, dass diese Ehrung jährlich nur sieben Personen innerhalb des Landesverbandes zuteil werde. Kohl war und ist nicht nur als Referee auf allen Plätzen des Bliestals und darüber hinaus zuhause, er betätigt sich auch anderweitig aktiv sportlich. Der agile Blickweiler, der für die DJK Ballweiler-Wecklingen pfeift, ist auch ein eifriger Sportabzeichenanhänger, erwirbt das Vielseitigkeitsabzeichen regelmäßig schon seit 25 Jahren. "Die Hektik in den Fußballspielen hat extrem zugenommen, hat die Aufgabe des Schiedsrichters erschwert", meint der erfahrene Schiri, dem es nach eigenen Aussagen immer viel Spaß macht, zu pfeifen. Damit halte er seine körperliche Fitness auf einem hohen Stand.Er pfeift heute jedoch nur noch im Ausnahmefall, wenn er "Feuerwehr" für einen verhinderten Kollegen spielt. Fast täglich absolviert er einen Zwölf-Kilometer-Lauf. Auch damit hält sich der Pensionär fit. Im vergangenen Jahr hat er immerhin an 322 Tagen rund 3900 Kilometer abgespult. Seine Haus-Strecke ist immer gleich, geht von Blickweiler aus nach Wolfersheim, Ballweiler, Wecklingen, auf die Biesinger Höhe wieder nach Hause. Seinen jungen Schiedsrichterkollegen schreibt er ins Stammbuch, immer eifrig zu trainieren, sich so fit zu halten, dass sie über mehr Kondition verfügten als die Spieler auf dem Platz. Er selbst sei sehr froh darüber, dass er trotz mancher schwerwiegenden Entscheidung auch heute noch überall hinkommen könne, auf jeden Sportplatz, in jedes Sportheim, ohne angefeindet zu werden. Stolz ist er auch auf seine Frau Maria, die ihm in den Jahrzehnten immer treu zur Seite gestanden habe und auch immer seine Tasche gepackt habe und ihn auch im 40. Schiedsrichterjahr begleite.