Waldorfschüler präsentierten ihre Jahresarbeiten

Waldorfschüler präsentierten ihre Jahresarbeiten

Bexbach. Ein Jahr lang haben sich Schülerinnen und Schüler der zwölften Klasse der Freien Waldorfschule Saarpfalz in Bexbach mit der Ausarbeitung ihrer Jahresarbeit beschäftigt. Je nach Neigung und Fähigkeit konnte jeder Schüler seinen Schwerpunkt mit der Themenauswahl und -bearbeitung mehr auf wissenschaftlich-theroretische Fragestellungen, auf Künstlerisches oder auf Praktisches legen

Bexbach. Ein Jahr lang haben sich Schülerinnen und Schüler der zwölften Klasse der Freien Waldorfschule Saarpfalz in Bexbach mit der Ausarbeitung ihrer Jahresarbeit beschäftigt. Je nach Neigung und Fähigkeit konnte jeder Schüler seinen Schwerpunkt mit der Themenauswahl und -bearbeitung mehr auf wissenschaftlich-theroretische Fragestellungen, auf Künstlerisches oder auf Praktisches legen. Am vergangenen Freitag präsentierten die Schüler im Festsaal der Schule die Ergebnisse ihrer Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung. Gemeinsam mit dem Klassenspiel und der Eurhythmie bilde die Jahresarbeit den Kern des Waldorfabschlusses, erklärte Lehrer Joachim Karsten. "Mit der Eurhythmie kann man alles tanzen, was man fühlt, sieht und sogar denkt", fügte sein Kollege Enzio Ziegler hinzu. Es waren weitgehend ernste Texte und Stücke, die sich die Schüler in diesem Jahr ausgesucht hatten. In der Jahresarbeit wurde nach der Fähigkeit und dem persönlichen Anliegen der Schüler gefragt, ein selbst gewähltes Thema soweit bearbeiten zu können, bis ein abgerundetes Ergebnis erreicht war. Begleitet wurde jede Arbeit durch einen Tutor. So könnten die Jahresarbeiten in gewisser Weise als individuelle Reifeprüfung gesehen werden, sagt die Schule. Bei dem Gemeinschaftsprojekt "Klassenspiel" handelte es sich eher um eine soziale Reifeprüfung. So erforderte die Jahresarbeit für die Schüler neben der Bewältigung des regulären Unterrichtes mit den Vorbereitungen auf den Realschulabschluss, für viele auch auf das Abitur, ein hohes Maß an Zeitorganisation. Entscheidend sei dabei der Wille, nicht nur das Geforderte zu erledigen, sondern eine eigene Fragestellung konsequent zu verfolgen, meinte Karsten. Elif Ziehmer beschäftigte sich in ihrer Jahresarbeit mit dem Thema "Die Wüste". Die Wüste sei eine weltweite Herausforderung, stellte die Schülerin fest, die die Wüste als Landschaft aber interessant und faszinierend findet. Anhand von sehenswerten Bildern, Büchern, einem Kaktus, viel Sand und einem aus Ton selbst gefertigten Wüstengecko, wies sie darauf hin, wie sich Pflanzen, Menschen und Tiere an die Wüste angepasst haben. Denise Pinnow setzte sich mit Japan auseinander, gab Einblicke in die Kultur und präsentierte dazu noch Mangazeichnungen. Die Bedeutung der Schuhe für Frauen stand bei Clara Adamidis im Mittelpunkt ihrer Arbeit, während Kristina Maurer verschiedene asiatische Kampfkünste darstellte. Für die musikalische Umrahmung sorgten Marzanna Solowiej, Carl-Michael Conrad, Johannes Schael (Klavier) sowie Gabriele de Cuveland und Eva-Maria Lux (Violine). re

Auf einen BlickInsgesamt 20 Schülerinnen und Schüler der Freien Waldorfschule Saarpfalz in Bexbach beteiligten sich im Festsaal an der Präsentation der Jahresarbeiten und am Eurhythmieabschluss der zwölften Klasse. Organisiert wurden die Jahresarbeiten von Joachim Karsten. Die künstlerische Leitung der Eurhythmie lag in den Händen von Astrid Moos-Lange und Enzio Ziegler. re