Von Bexbach nach Venedig

Bexbach. Zum wiederholten Male begeisterte das Bexbacher Chor Gleis 1 sein Publikum mit einem außergewöhnlichen Programm. Unter dem Motto "Venezianischer Salon" lud das Ensemble unter der Leitung von Margit Freund die Besucher zu einer Reise zum Träumen nach Venedig ein

Bexbach. Zum wiederholten Male begeisterte das Bexbacher Chor Gleis 1 sein Publikum mit einem außergewöhnlichen Programm. Unter dem Motto "Venezianischer Salon" lud das Ensemble unter der Leitung von Margit Freund die Besucher zu einer Reise zum Träumen nach Venedig ein. Passend zum Thema hatte sich die Schalterhalle im historischen Bahnhof Bexbach zu einem venezianischen Salon verwandelt, in dem die erwartungsvollen Besucher einen kleinen Bick erhaschen konnten vom Leben und Treiben der reichen Venezianer vom 16. bis 19. Jahrhundert. Vor ausverkauftem Haus erlebten die Salongäste eine unvergessene Reise in die italienische Lagunenstadt, welche von hervorragend dargebotenen Liedbeiträgen über Instrumentalstücken bis hin zu textlichen Beiträgen reichte.Fantasie anregende Texte zu den berühmten Masken, zu Gondeln sowie zum Projekt "Mose", eine Auswahl an Musik aus Venedig sowie ein Büffet mit venezianischer Küchen-Kleinkunst sorgte bei den Besuchern für aufgelockerte Stimmung. Abgerundet wurde der "Venezianische Salon" mit zwei Bildern der choreigenen Künstlerin Doris Hubach. Darüber hinaus durften die Besucher über dem Büchertisch auch Bilder der Malerin Judith Schneider bewundern. Man habe das Projekt Venedig sorgfältig recherchiert und das Repertoire des venezianischen Frühbarocks durchforstet, beschrieb Chorleiterin Margit Erfurt-Freund die Entstehungsgeschichte des Konzeptes "Eine Einladung zum Träumen".

Der "Venezianische Salon" sei aber mehr als Kurzfassung des Programms, das man bereits mit großem Erfolg aufgeführt habe. "Der Salon ist unsere Experimentierbühne mit veränderten Besetzungen, neuen Stücken und ersten Reiseberichten", fügte sie hinzu. Im Rahmen einer lockeren Atmosphäre sei das Gespräch ein Schwerpunkt, die Zuschauer würden mit eingebunden, ergänzte Chormitglied Waltraud Boltz. Und so erlebten die Besucher des Salons mit Vivaldis "Laudate Dominum omnes" ein virtuoses Geigenstück mit Chorbegleitung, erfuhren dabei etwas über eines der vier Mädchenkonservatorien in Venedig und machten sich mit dem hebräischen Stück "Barechu" auf den Weg in eine Synagoge. Darüber hinaus erzählte ihnen Waltraud Boltz etwas über die Bedeutung der Masken, welche nicht nur in der Karnevalszeit, sondern in der Oberschicht auch außerhalb in den Salons getragen wurden. Am Ende eines wunderbaren Konzertes kam der Chor angesichts des anhaltenden Applauses nicht um einige Zugabe herum. Mit "Blue Moon" sowie einem Ausschnitt aus dem "Orient Express" ging für die Besucher der musikalische Teil im Venezianischen Salon zu Ende, bevor das Büffet mit venezianische Küchen-Kleinkunst die Blicke auf sich zog.

Auf einen Blick

Der Bexbacher Chor Gleis 1 präsentierte in der Schalterhalle des historischen Bexbacher Bahnhofs einen "Venezianischen Salon" mit Liedern, Texten und venezianischer Küchen-Kleinkunst. Als Solisten traten auf: Sophie Freund (Sopran, Flöte), Jonas Lanfermann (Violine), Susanna Schaub (Violoncello), Astrid Schorer, Tamara Hanke (Solo) sowie Karin Hirsch, Waltraud Boltz und Ralph Schrickel (Text). Die musikalische Leitung hatte Margit Erfurt-Freund. re