Versammlung Löschbezirk Höchen : Arbeitsreiches Jahr für die Höcher Wehr

In der jüngsten Jahreshauptversammlung des Feuerwehr-Löschbezirks Höchen gab es zahlreiche Ehrungen und Beförderungen.

Eigentlich sollte die Jahreshauptversammlung des Feuerwehr-Löschbezirks Höchen am 14. März dieses Jahres stattfinden, doch dann machte die Corona-Pandemie dieser Versammlung einen Strich durch die Rechnung. Die Veranstaltung wurde wegen eines Versammlungsverbotes der Stadt Bexbach kurzfristig abgesagt. Über sieben Monate später wurde die Versammlung nun im kleinen Rahmen – coronagerecht im Freien vor der Feuerwehrhalle des Löschbezirks – nachgeholt. Als einziger Tagespunkt der „Jahreshauptversammlung light“ stand der Punkt „Ehrungen und Beförderungen“ an; diese wurden vom Bürgermeister der Stadt Bexbach, Christian Prech, und vom Stadt-Wehrführer wurden.

Für zehn Jahre aktiven Feuerwehrdienst im Löschbezirk Höchen wurde Sven Stotko mit einer Urkunde ausgezeichnet. Seit 15 Jahren ist Sarah Backes schon dabei. Isabell Jakob leistet seit 20 Jahren ihren Dienst, und Sebastian Kühn kann auf 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst zurückschauen. Lars Neumann erhielt die Ernennungsurkunde zum Feuerwehrmann-Anwärter. Zum Feuerwehrmann wurde der bisherige Anwärter Christopher Willms befördert. Oberfeuerwehrmann Steffen Keller darf sich nun Hauptfeuerwehrmann nennen. Zum Oberlöschmeister stieg Löschmeister Bastian Müller auf.

Bürgermeister Christian Prech bedankte sich bei allen Mitglieder des Löschbezirks für ihre vielen Einsatzstunden im vergangenen Jahr. Löschbezirksführer Dominik Nashan zählte die geleisteten Stunden auf. Rund 4600 Stunden kamen 2019 bei Arbeits- und Dienststunden, bei der Jugendarbeit, bei den Einsätzen und weiteren Tätigkeiten zusammen. Bei 78 Einsätzen wurden 1102 Stunden von der aktiven Wehr mit insgesamt 38 Feuerwehrleuten, darunter sechs Feuerwehrfrauen, absolviert. Vier Kleinbrände, neun Mittelbrände und vier Großbrände galt es zu löschen. Hinzu kamen 37 technische Hilfeleistungen, bei unwetterbedingten Einsätzen, ölverschmutzten Straßen, Verkehrsunfällen, Türöffnungen, Stromausfall und Tiereinsätzen. Viele Übungsstunden standen im vergangenen Jahr an, wie auch Fortbildungsmaßnahmen. Die Feuerwehr Höchen war zudem auch bei Veranstaltungen im Ort, wie bei der Absicherungen des St.-Martin-Umzugs dabei.

Bei der städtischen Kindertagesstätte Höchen fand im Dezember eine Brandschutzerziehung und eine Räumungsübung statt. Eine gute Gelegenheit für den Löschbezirk, für die Jugendwehr zu werben. Jugendwehrbeauftragte Sarah Backes bedankte sich in ihrem Jahresbericht für die Unterstützung. 19 Nachwuchsfeuerwehrleute im Alter ab 14 Jahren waren insgesamt 821 Stunden in der Jugendwehr bei vielen Veranstaltungen, Übungen und Lehrgängen dabei. So fand eine Jahreshauptübung bei der Firma Kern Druck statt. Gemeinsam mit der aktiven Wehr war man bei einer Nachtübung dabei. Auf einer selbstgebauten Übungsstrecke gab es eine Atemschutzübung. Auch außerhalb der feuerwehrtechnischen Übungen hatte man einige Veranstaltungen für den Nachwuchs organisiert. So lud man zu einem Hamburger- und Pizzabend ein. Bei einer Fahrradtour und einer Wanderung durch den Höcher Wald war man unterwegs. Beim Festumzug 90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Höchen war man ebenso vertreten, wie bei der Nikolaussuche und einer Weihnachtsfeier. Mit Ablauf von 2019 gab Sarah Backes ihre Funktion als Jugendbeauftragte ab. Seit diesem Jahr haben nun Alina Löhfelm, Chantal Maus und Thomas Körner die Verantwortung in der Jugendarbeit.

Löschbezirksführer Dominik Nashan stellte in seinem Jahresbericht für 2019 fest, dass der Altersdurchschnitt der insgesamt 38 Feuerwehrangehörigen der Aktivenwehr bei 34,42 Jahre liege. „Wir sind ein recht junger Löschbezirk, in dem enormes Potenzial steckt.“ Die Zukunfts- und Investitionssicherheit des Löschbezirkes bleibe somit erhalten. Ein wichtiger Meilenstein sei auch die geplante Zusammenführung der Löschbezirke Höchen und Frankenholz zum Löschbezirk Nord. Hier hätten mehrere Vorgespräche stattgefunden. Die sei ein sinnvoller Schritt, personell und auch in Sachen Leistungsfähigkeit. Nashan nannte weiter, dass es ein großer Schritt sei, beide Löschbezirke zusammenzuführen. Hierzu sollte man auch auf die Belange der Kameraden, wie zum Beispiel Standortfindung, Ausstattung, Fahrzeugkonzept, eingehen. Man müsse, so der Löschbezirksführer, alles Mögliche unternehmen, um dies auch zu verwirklichen.