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Verkehrssituation am Höcherberg in der Kritik

Kein Durchkommen bei Beerdigungen ist nur ein Problem : Verkehrssituation am Höcherberg in der Kritik

Die Verkehrssituation am oberen Höcherberg treibt Leser Jürgen Jakoby um. Er behauptet, die Stadt Bexbach tue nichts gegen massive Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Höcherberg- und Markwaldstraße – obwohl er mehrfach auf den Missstand hingewiesen habe.

Mehrere Unfälle mit Personen und Sachschäden seien dort vorgekommen.

Bei Beerdigungen mit einer größeren Anzahl von Trauergästen seien zudem die Markwald- und die Ferdinand-Kullmann-Straße dermaßen zugeparkt, dass die Anwohner von ihren Hauseingang nicht mehr auf die Straße könnten, ein Durchgangsverkehr unmöglich sei. Auch Rettungsfahrzeuge kämen bei einem eventuellen Einsatz dort nicht durch. Das Ordnungsamt habe bei mehreren Anrufen jedes Mal darauf hingewiesen, dass man kein Personal habe, um vorbei zu schauen, wenn solche Situationen eintreten. Bei der Stadt Bexbach entstehe immer mehr der Eindruck dass die Ortsteile nicht zu zählen scheinen und sich alles auf Bexbach-Mitte mit der Sanierung des Stadtkerns konzentriere, so Jacoby abschließend. Bexbachs Bürgermeister Christian Prech (CDU) verweist darauf, mit Jacoby im Rahmen einer Bürgersprechstunde gesprochen zu haben: „Ich werde es jetzt nochmal forcieren.“ Es „geht gar nicht, dass bei Beerdigungen niemand durchkommt“, gibt er Jacoby Recht.

Bei der nächsten Beerdigung – nach den Corona-Einschränkungen – werde sich das Ordnungsamt die Sachlage vor Ort genau anschauen. Darüber hinaus sei ihm die Verkehrssituation in der Markwald- und Höcherbergstraße „sehr wohl bewusst“. Man habe im Lärmaktionsplan hier Tempo 30 gefordert, doch der zuständige Saarpfalz-Kreis habe das abgelehnt, weil er keine Notwendigkeit dafür gesehen habe. „Wir schauen, wie wir hier genau weiter vorgehen und ob wir den Rechtsweg beschreiten“, so Prech.