Utopion um Aufklärung bemüht

Oberbexbach. Es ist ein Thema, das viele Oberbexbacher in diesen Tagen beschäftigt und das in der Bevölkerung durchaus zu kontroversen Diskussionen geführt hat: das Engagement des im Saarpfalz-Park beheimateten Unternehmens Utopion. Dieses hat sich in Person von Inhaber Matthias Trennheuser zum Ziel gesetzt, den ehemaligen Standortübungsplatz zum Eventzentrum zu machen

Oberbexbach. Es ist ein Thema, das viele Oberbexbacher in diesen Tagen beschäftigt und das in der Bevölkerung durchaus zu kontroversen Diskussionen geführt hat: das Engagement des im Saarpfalz-Park beheimateten Unternehmens Utopion. Dieses hat sich in Person von Inhaber Matthias Trennheuser zum Ziel gesetzt, den ehemaligen Standortübungsplatz zum Eventzentrum zu machen. Vornehmlich Rollenspiele sollen dort ihr Zuhause finden (wir berichteten). Am Sonntag ging eine erste große Veranstaltung dieser Art zu Ende. Fünf Tage lang hatten sich mehr als 500 Spieler aus ganz Europa ihrer Leidenschaft, dem so genannten Live Action Role Play, kurz Larp, hingegeben. Das mittelalterlich anzuschauende Treiben hatte dabei im Vorfeld für einige Irritationen gesorgt, nicht zuletzt die Bitte der Veranstalter, das ansonsten frei zugängliche Areal - ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet - für die Dauer der Veranstaltung zu meiden, war so manchem Bürger sauer aufgestoßen. Auch deswegen hatte am Freitag Utopion-Inhaber Matthias Trennheuser, Pächter des ehemaligen Übungsplatzes, zum offiziellen Termin auf das Gelände geladen. Der Oberbexbacher Ortsrat, Mitglieder der Stadtverwaltung und des Stadtrates sowie Bürger hatten die Einladung angenommen. Mit dabei: Günter Ecker, 20 Jahre lang Naturschutzbeauftragter in Oberbexbach und wohl derzeit der schärfste Kritiker von Utopion. Während der rund zweistündigen geführten Tour über das Gelände und mitten hindurch durch die Welt der Rollenspieler warf Ecker Betreiber Matthias Trennheuser mehrfach und nachdrücklich Verstöße gegen Naturschutzauflagen vor, vor allem der Bau einer Treppe im Zentrum des Geländes, aus seiner Sicht unzulässige Stellflächen für zeitlich begrenzte Zeltlager von Rollenspielern und eine "quer durch die Wiese gelegte Stromleitung", so Ecker, trieben den Naturschützer sichtlich um. Zumindest am Freitag blieb Ecker mit seiner kritischen Einschätzung ein Einzelfall, Matthias Trennheuser schien in der Lage, alle vorgebrachten Vorwürfe Eckers anhand schriftlicher Unterlagen, Genehmigungen und Prüfberichte widerlegen zu können. Stattdessen bemühte sich der Utopion-Besitzer sichtlich, für Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu sorgen. So hatten die Teilnehmer des offiziellen Besichtigungstermins die Gelegenheit, sowohl die Aktivitäten der Rollenspieler in aller gebotenen Kürze zu "begutachten", als sich auch ein Bild von den logistischen Investitionen zu machen, die Trennheuser in den vergangenen Monaten getätigt hat. Das Urteil über die Aktivitäten von Utopion im Allgemeinen und hinsichtlich des Rollenspiels im Speziellen fiel parteiübergreifend durchweg positiv aus. Joachim Hoffmann, erster Beigeordneter Bexbachs: "Natürlich muss der Umweltschutz beachtet werden. Ich stelle aber fest, dass im Moment alle Auflagen, die existieren, eingehalten werden." "Ich stelle fest, dass im Moment alle Auflagen, die existieren, eingehalten werden."Joachim Hoffmann

Auf einen BlickDas Oberbexbacher Unternehmen Utopion, ansässig im Saarpfalz-Park, befasst sich mit der Vermarktung des von ihm gepachteten Areals des ehemaligen Standortübungsplatzes. Kernziel des Unternehmens, so Firmeninhaber Matthias Trennheuser, ist es, das Gelände für eine Vielzahl von Events an gesonderte Veranstalter zu vermieten, Utopion selber tritt nicht als Ausrichter auf. thw