Teddy bekommt sein Gnadenbrot

Bexbach/St. Ingbert. Seine äußeren Merkmale sind: schielender Blick, Knopfaugen, dunkelbraune gewulstete Ohren, dunkelbraunes Fell, gelbliche Tatzen, schwarze Plastiknase und schon ein Ansatz von einer leichten Glatze. Sein Innenleben besteht aus Stroh

Bexbach/St. Ingbert. Seine äußeren Merkmale sind: schielender Blick, Knopfaugen, dunkelbraune gewulstete Ohren, dunkelbraunes Fell, gelbliche Tatzen, schwarze Plastiknase und schon ein Ansatz von einer leichten Glatze. Sein Innenleben besteht aus Stroh. Was sich lesen könnte, wie die Beschreibung eines außerirdischen Wesens, ist ein besonderes Haustier, das in Bexbach auf einem Sessel bei Anita Zimmermann "wohnt". Es ist ein 70-jähriger Teddybär, der auf den einfachen Namen "Teddy" hört. "Ich habe Tiere gerne, da gehört auch ein Teddybär dazu", sagt die 65-jährige Rentnerin mit einem Lächeln, und fügt an: "mein Hund Klara, der überall Klärchen gerufen wird, kommt mit ihm gut aus". "Klara" ist ein mehrfach preisgekrönter Podenco-Mix aus Teneriffa, der den Teddy als Mitbewohner akzeptiere. Die Geschichte von "Teddy, der schon immer Teddy heißt", geht zurück bis in seine pfälzische Heimat Altenglan. Dort gehörte der Bär einst der Schwiegermutter, später dem Ehemann und dem Sohn Jörg, der mittlerweile 35 Jahre ist, und der "Teddy" zu seinen Spielsachen zählte. Die gebürtige Frankenholzerin Anita Zimmermann brachte den "wuschelischen und strackohrischen Kerl" vor einigen Jahren mit zurück nach "Middelbetschbach". Eigentlich sollte der Teddy, der Generationen überlebte, schon auf dem Sperrmüll landen, doch: "Ich habe es nicht übers Herz gebracht, ihn wegzuwerfen", sagt Anita Zimmermann, die gerne mit dem Hund wandern geht und beim Verein der Hundesportfreunde Erbach engagiert ist. "Teddy, der arme Kerl, sitzt jetzt halt do, und bekommt bei mir sei Gnadenbrot", meint sie und erzählt, dass sie schon als Kind noch "zu Zeiten der Frankenholzer Grub" immer eine besondere Zuneigung auch zu verletzten Tieren und auch zu Tieren hatte, "die niemand will". Verletzte Amseln habe sie ebenso gepflegt wie mit Fröschen, Salamander oder Mäusen gespielt. Dann erzählt sie noch eine deutsch-deutsche Bärengeschichte. Eigentlich hatte der "Teddy" einen Verwandten aus der DDR. Er war himmelblau und war ein Geschenk aus der mütterlichen Familie, die teils aus Pirna in Sachsen stammte. Der Himmelblaue war auch ein Spielkamerad ihres Sohnes. Der ostdeutsche Bär sei aber irgendwann wohl bei einem Umzug verschwunden. Geblieben und erhalten ist der Teddybär "Teddy". Und dann wiederholt Anita Zimmermann mit einem herzhaften Lachen den Satz: "Ich habe Tiere gerne, da gehört auch selbstverständlich ein Teddybär dazu."

Auf einen BlickFrauen aufgepasst! In unserer neuen Suche nach Rekorden im Saarpfalz-Kreis geht es diesmal um ein besonderes Frauenthema, das aber auch die Männer interessieren dürfte. Wir sind diesmal im Land der Düfte unterwegs. Wir wollen wissen: Wer besitzt die meisten Miniaturen von namhaften Parfüms? Jene kleinen Flacons, die man, wenn man Glück hat, als Probe in Parfümerien bekommt. Sie können ab sofort mitmachen, Teilnahmeschluss ist Sonntag, 13. Juni. Kontakt: Saarbrücker Zeitung, Redaktion Homburg, Saarbrücker Straße 13, 66424 Homburg. Oder melden Sie sich per Tel. (0 68 94) 9 29 92 50, Fax: (0 68 94) 9 29 92 59 oder E-Mail: redigb@sz-sb.de. jkn