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Tag der offenen Gartentür in Oberbexbach bei Familie Deckarm

Tag der offenen Gartentür : Wenn der Garten mehr als nur Hobby ist

Beim „Tag offenen Gartentür“ zeigte auch Familie Deckarm in Oberbexbach ihre blühende Pracht. Viel Arbeit steckt dort drin.

Schon vor dem Betreten des großen Gartens von Marianna und Reiner Deckarm über einen Eingangsweg neben dem Haus riecht es intensiv nach Kräutern. Pfefferminz- und Rosmarin-Düfte sind wahrzunehmen. In über 30 Jahren schufen die Eheleute Deckarm vor, am und hinter dem Wohnhaus ein wahres grünes Paradies mit aufeinander abgestimmten Bäumen, Pflanzen, Blumen, Kräutern und einem kleinen Wegenetz im großen Gartenteil hinter dem Wohngebäude. Beim bundesweiten „Tag der offenen Gartentür“ konnten Besucher sich einen Einblick über die Arbeit und Gartenkunst verschaffen, die hier in unzähligen Stunden entstanden sind.

„Als wir vor 34 Jahren in das Haus zogen, war auf dem Grundstück nur Wiese zu sehen. Und dazu sechs Bäume“, blickt Marianna Deckarm zurück. Zunächst wohnten sie und ihr Mann zur Miete. „Der Wunsch, den Garten in eine grüne Oase zu verwandeln, war schon früh da. Wir haben unseren Vermieter gebeten, hier selbst Hand anlegen zu dürfen.“ Der hatte nichts dagegen, und schon bald begannen die ersten Umgestaltungsarbeiten auf dem Grundstück. So richtig los ging es aber erst vor 20 Jahren, nachdem die Eheleute Deckarm das Haus  gekauft hatten und  beide das nunmehr eigene Heim mit einem schön gestalteten Garten umgeben wollten.

Der eine oder andere Baum im Garten hinter dem Haus musste weichen. Es wurden Beete mit Blumen, Sträuchern, Kräutern und Salat angelegt. Ein Rasenteil in der Mitte mit vier Sitzbänken und Holztisch lädt zum Verweilen ein. Durch die großzügige Anlage führen kleine Wege, die eigenhändig mit Steinen ausgelegt wurden, wie auch der Eingangsbereich am Haus. Auch hier wuchert es grün. Tomaten- und Paprika-Sträucher liefern Essbares, kleine blaue Weintrauben geben weitere Farbtupfer ab. Klar, dass Marianna und Reiner Deckarm auch vor ihrem Haus auf die Gestaltung ihres Grundstücks ein besonderes Augenmerk legten. Ein Baum und viele Sträucher sind stilvoll angeordnet. Rindenmulch bedeckt die Erde, um die Anlage pflegeleichter zu halten und damit Unkraut kaum oder keine Chance zu geben.

 Die Deckarms können sich mit ihrem Garten durchaus auch als Selbstversorger sehen, denn außer Blumen haben sie ihr Augenmerk auch auf Gemüse und Früchte  gelegt. Neben einem kleinen Salat- und Gemüsebeet kann man bei ihnen auch  Äpfel, Pfirsiche, Mirabellen und Feigen ernten.  „Unser Garten ist sicher mehr als nur ein Hobby“, erklären Marianna und Renate Deckarm. Die Feinarbeit mit Pflege und Anlegen ist Angelegenheit von Renate Deckarm, während ihr Mann für die „schweren Arbeiten“ auf dem Gartengrundstück zuständig ist. Marianna Deckarm ist nicht nur Gartenkünstlerin, sondern sie gestaltet auch Schmuck. Auffällig sind im Garten kleine Betonschüsseln und Gefäße mit Dachwurz-Pflanzen. „In diesen selbst gegossenen Gefäßen kommt dieses Grün besonders gut zur Geltung“, erklärt Marianna Deckarm. Zahlreiche Gefäße aus Gussbeton sind in die Gartenanlage integriert.

 Kleine Wege aus Natursteinen führen durch die Gartenanlage.
Kleine Wege aus Natursteinen führen durch die Gartenanlage. Foto: Markus Hagen
 Es blüht und durftet in der grünen Lunge auf dem Grundstück von Marianna und Reiner Deckarm auf der großen Gartenanlage vor, um und hinter dem Wohnhaus. Foto: Markus Hagen
Es blüht und durftet in der grünen Lunge auf dem Grundstück von Marianna und Reiner Deckarm auf der großen Gartenanlage vor, um und hinter dem Wohnhaus. Foto: Markus Hagen Foto: Markus Hagen

Ist die Gartenanlage irgendwann vollendet? „Eigentlich nie, denn immer wieder gibt es etwas zu tun. Ideen umzusetzen, man kann sagen: der Garten ist nie fertig“. Marianna Deckarm will sich nicht ausruhen, um nur noch die Pracht von Blumen, Sträuchern, Pflanzen in ihrem Garten zu genießen, dafür macht die Arbeit zuviel Freude. Sie sammelt auch gerne Ideen für die Gestaltung ihrer Anlage.  Zum Beispiel inspirierte sie sich vor Jahren an einer mittelalterlichen Klosteranlage.